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Kultur in Freising:Elegante Kunst aus Schrott

Pomona Zipser verarbeitet Reste der Wegwerfgesellschaft zu eleganten Skulpturen und Plastiken.

(Foto: Marco Einfeldt)

Die Berliner Künstlerin Pomona Zipser stellt in der Galerie 13 aus. Ab Montag ist die Schau nach telefonischer Anmeldung sogar live vor Ort zu sehen

Die nächste Corona-Lockerung ist ab Montag in Kraft, dann gibt es auch in Freising wieder Live-Kunst. "Fortsetzung" lautet der Titel der Ausstellung, die Pomona Zipser, bildende Künstlerin aus Berlin, von 9. bis 17. März in der Galerie13 zeigt. Die virtuelle Vernissage ist jedoch bereits am Samstag, 6. März, um 10 Uhr. Ab da kann die Schau über die Website der Galerie13, www.galerie13.net, rund um die Uhr online besucht werden.

Es handelt sich um eine Onlinepräsentation mit einem dazugehörigen Text, der Eintritt ist frei. Am kommenden Montag, 8. März, können Kunstinteressierte die Ausstellung außerdem in der Galerie besuchen. Dies ist nur mit einer vorherigen telefonischen Anmeldung möglich. So soll ein sicherer Besuch in der Galerie gewährleistet werden. Mit ihrer Kunst und ihren Werken will Pomona Zipser Betrachter und Betrachterinnen reizen. Mit Hilfe von Nägeln, Eisen, Aluminium, Holz, Fundstücken und Schnüren formt die Berliner Künstlerin abstrakte Skulpturen, aber auch Rauminstallationen oder Werke im Freien.

Zipser verleiht ihren Werken Titel und fordert so die gesamte Vorstellungskraft und Aufmerksamkeit von Betrachtern und Betrachterinnen ein und heraus. Die Werke und Skulpturen der Künstlerin haben auf den ersten Blick wenig gemeinsam mit den Titeln der Arbeiten. Pomona Zipser wird in gewisser Weise als Upcyclerin von Zivilisationsschrott bezeichnet und als Vorreiterin für Strategien die in Zukunft unser alltägliches Leben womöglich prägen werden. Die bildende Künstlerin verarbeitet Reste der heutigen Wegwerfgesellschaft, wie Fundstücke in elegante Skulpturen und Plastiken. Pomona Zipser, geboren in Rumänien, studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München und Bildhauerei an der Universität der Künste in Berlin. Die Künstlerin gewann verschiedene Preise und Stipendien.

So kann sie das Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes zu ihren Erfolgen zählen. Pomona Zipser gewann außerdem den Marianne-Werefkin-Preis, eine Auszeichnung für herausragende Künstlerinnen aus Berlin und ganz Deutschland. Als erfolgreiche Künstlerin bekam Pomona Zipser Lehraufträge an verschiedenen Universitäten. Sie lehrte an der Universität der Bildenden Künste in Berlin für Holz und Keramik, war Dozentin für Plastik, Zeichnen und Kunstbetrachtung ebenfalls in Berlin und stellt seit 1987 in verschiedenen Galerien in Deutschland aus. Ihre Arbeiten befinden sich teilweise in öffentlichem und in privatem Besitz.

© SZ vom 06.03.2021 / MAVE
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