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Kranzberg:Biker bauen Dirtpark bei Dorfacker

Jetzt soll es ganz schnell gehen: Noch in den Sommerferien wollen ambitionierte Biker einen Parcours mit Aufschüttungen anlegen. Verwirklicht werden soll der Dirtpark auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei bei Dorfacker, das in Gemeindebesitz ist. Zunächst war dafür der Parkplatz an der Seestraße favorisiert worden. Dieser aber liegt im Überschwemmungs- und Landschaftsschutzgebiet. Erdwälle könnten dort nur nach Genehmigung durch die Fachbehörden geschaffen werden, das aber würde dauern. Ein weiteres Grundstück, das für die Jugendlichen in Betracht kam, liegt an der Kreisstraße zwischen Kranzberg und Berg. Dort wäre allerdings ein Sicherheitszaun notwendig, außerdem steht die Zustimmung des Grundbesitzers noch aus.

Ursula Enghofer (FWG), die sich für das Anliegen der etwa 15 Jugendlichen im Gemeinderat einsetzt, appellierte an ihre Kollegen, eine schnell umsetzbare Lösung zu finden. Die jungen Leute wollten den Dirtpark überwiegend in Eigenregie anlegen. Dazu hätten sie nur in den Sommerferien Zeit. Diese Energie und Begeisterung sollte man nutzen. In ein, zwei Jahren könnte dann vielleicht eine Radsportabteilung im Sportverein gegründet werden, sagte Enghofer.

Gegen den früheren Gärtnerei-Standort hatte es zunächst Bedenken gegeben, weil er nur 50 Meter neben der Staatsstraße liegt und ein Stück von Kranzberg entfernt ist. In der Sitzung am Dienstag gab es im Gemeinderat aber vor allem Kritik an einem Dirtpark am Ortseingang von Kranzberg bei Berg. An so prominenter Stelle - "das passt nicht", sagte Martin Oberprieler (KGL). Auch ein Zaun ließe sich dort nicht in vier Wochen aufstellen, fügte Zweiter Bürgermeister Anton Hierhager (SPD) hinzu. Florian Vierthaler (KGL) schlug vor, doch am See-Parkplatz einige Erdhaufen aufzuschütten. Wenn das nicht reicht, könne im Herbst nach einem neuen Platz gesucht werden. So ähnlich wird dies geschehen, allerdings doch auf dem alten Gärtnerei-Gelände. Im Herbst sollte man sich dann zusammensetzen und schauen, wie es läuft, sagte Hierhager.

Die Jugendlichen bemühen sich selbst um Sponsoren, wie Enghofer betonte. Sie erhalten von der Gemeinde einen Zuschuss, damit sie beispielsweise eine Baggerstunde bezahlen können.