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Kommunalwahl in Marzling:Kandidaten-Kür in letzter Minute

Thomas Sellmeir springt für die SPD Marzling in den Ring - in letzter Minute.

Thomas Sellmeir will in Marzling Bürgermeister werden

Quasi in letzter Minute hat die Ortsgruppe Marzling der SPD am Mittwochabend ihren Bürgermeisterkandidaten Thomas Sellmeir gekürt. An diesem Donnerstag ist die Bewerbungsfrist abgelaufen. Der 38-jährige Sellmeir ist gebürtiger Marzlinger und Vater von zwei Kindern. Beruflich ist er als Marketingverantwortlicher in einer weltweit tätigen Unternehmergruppe beschäftigt. Laut Pressemitteilung des Langenbacher Ortsvereins habe Sellmeir in seinem Bewerbungsgespräch betont, dass er mit offenen Augen die Entwicklungen seiner Heimatgemeinde verfolge. Kritik an der bisherigen Politik und der Wille, Marzling lebenswert zu gestalten, hätten ihn dazu motiviert, den frei werdenden Bürgermeisterposten in Marzling anzustreben.

"Ein Bürgermeister muss zuhören, Verständnis für Positionen haben, Ideen entwickeln, Dinge in Frage stellen, Visionen auf den Weg bringen, viel mit Menschen kommunizieren und diskutieren, Veränderungen leben", sagte Sellmeir. Dies seien Eigenschaften, die er als Bürgermeister aus seinem Beruf übernehmen wolle. Er möchte dafür sorgen, dass sich Marzling mit Maß und Ziel langfristig und verträglich weiter entwickle, um nicht nur "Wohnort", sondern "Heimat" zu sein. Dazu gehöre öffentlich geförderter Wohnraum, Schwerpunkte auf Kinderbetreuung und Schule zu legen sowie ein fröhliches "Miteinander" der Generationen zu fördern.

Ein einfaches "Weiter so" werde es mit ihm nicht geben, verspricht Sellmeir. Die bisherige "98 prozentige Einstimmigkeit" bei Beschlüssen im Gemeinderat sei für ihn ein Signal, dass dort keine intensiven Diskussionen stattfänden, die er für eine Demokratie für notwendig erachte. Sein Programm will Sellmeir in Kürze vorstellen. Auf der Liste für den Gemeinderat kandidieren außer Sellmeir Juliane Dorfmüller, Carsten Baum, Johanna Mehltretter, Keno Horn und Reiner Speiser.

© SZ vom 24.01.2020 / beb
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