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Kommunalwahl in Freising:Eine Frau, sechs Männer

Sieben Bewerber für das Oberbürgermeisteramt gibt es in Freising. Die Linken und die Freien Wähler verzichten auf einen eigenen Kandidaten.

Es ist keine Überraschung, dass sich der amtierende Oberbürgermeister für eine zweite Amtszeit zur Wahl stellt. Im vergangenen September wurde Tobias Eschenbacher von der "Freisinger Mitte" einstimmig zum Kandidaten gekürt. Der 42-Jährige ist seit seinem 18. Lebensjahr politisch engagiert und war 2002 bis 2012 Mitglied im Stadtrat. Im März 2012 wurde er dann von den Freisinger Bürgern und Bürgerinnen zum Oberbürgermeister gewählt. Eschenbacher ist in den Vorständen der Lebenshilfe Freising e.V. und des Vereins Stadtbildpflege und Baukultur in Freising e.V aktiv. Der gelernte Einzelhandelskaufmann ist verheiratet und Gründer des Fink-Media-Verlags.

Als einzige Frau stellt sich Susanne Günther, Grüne, als OB-Kandidatin zur Wahl. Die Grünen-Stadträtin studierte an der Hochschule Weihenstephan Landschaftsarchitektur und arbeitet nun seit sechs Jahren als Pressereferentin von B90/Die Grünen im Bayerischen Landtag. Susanne Günther ist verheiratet, zweifache Mutter und widmet sich in ihrer freien Zeit gerne dem Gärtnern oder Langstreckenlauf. Sie ist Mitinitiatorin der "Initiative Biostadt" und möchte, dass Freising zur Ökomodulstadt wird: klimaneutral, sozial verträglich, umweltbewusst und familienfreundlich. Seit 2014 ist die 47-Jährige Mitglied im Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Frauen & Gleichstellung und stellvertretende Delegierte im bayrischen Landesfrauenrat.

Für die CSU tritt der Ortsvorsitzende Jürgen Mieskes als Oberbürgermeisterkandidat an. Der 38-jährige gebürtige Rumäne lebt seit 1990 in Freising und ging hier zur Schule. Über die Junge Union kam er 2011 zur CSU und ist seit 2017 Ortsvorsitzender in Freising. Mieskes ist gelernter Offsetdrucker und startet 2015, nach einer Fortbildung zum Immobilienmakler, die Immobilienservice Mieskes GmbH. Der Familienvater ist Mitglied im Eishockeyverein und unter anderem Austräger des Uferlos-Festival-Laufs sowie Gründer der Freisinger Volksfest Freunde. Zudem engagiert er sich bei der Schlittschuh- Laufschule.

Es war das Studium, das Peter Warlimont 1988 nach Freising verschlagen hat. Seitdem wohnt der 54-jährige Sozialdemokrat in Freising und kandidiert nun für das Amt des Oberbürgermeisters. Im Jahr 1989 trat Warlimont der SPD bei und war auf kommunaler Ebene sowohl als Ortsvorsitzender als auch als Kreisvorsitzender aktiv. Im Moment ist er SPD-Stadt- und Kreisrat. Der Familienvater unterrichtet an der Berufsoberschule Freising, Englisch, Sozialkunde, Ethik und Spanisch. Seine freie Zeit verbringt er gerne auf dem Rad oder hilft als Stadionsprecher bei den "Black Bears" aus.

Der jüngste der Freisinger OB-Kandidaten ist Jens Barschdorf. Der Ortsverband der FDP schickt den 37-Jährigen einstimmig ins Rennen. Der gebürtige Dresdner lebt seit 31 Jahren in Freising. Nach dem Abitur am Domgymnasium studierte er Alte Geschichte, Latein und VWL an der LMU München und schloss sein Studium im Jahr 2011 mit der Promotion ab. Heute arbeitet er bei einem Patentanwalt. Schon während seiner Schulzeit war Barschdorf als Volleyballer und Trainer beim SC Freising aktiv. Seit sechs Jahren arbeitet er auch als Bundesligaschieds- und Linienrichter. Jens Barschdorf ist seit vielen Jahren auf kommunalpolitischer Ebene aktiv und ist auch Vorsitzender im Ortsverband der Freisinger FDP vor.

Seit 24 Jahren ist Ulrich Vogl mit der ÖDP in der Kommunalpolitik im Stadtrat aktiv. Zurzeit hat er den Posten des Finanzreferenten inne. Zudem ist der 50-Jährige auch Mitglied im Ausschuss für Planen, Bauen, Umwelt, im Werkausschuss für den Eigenbetrieb Stadtwerke und im Aufsichtsrat der Freisinger Parkhaus und Verkehrs GmbH. Nun bewirbt sich der leidenschaftliche Radfahrer und Diplom-Mathematiker für den Chefposten im Freisinger Rathaus. Mit 11 von 12 Stimmen wurde er vom Ortsverband der ÖDP nominiert. Richard Paukner, AfD, kündigte seine Entscheidung, für das Amt des Oberbürgermeisters zu kandidieren, als Letzter an. Er ist der Meinung, dass AfD-Wähler ein Recht darauf haben, dass die Partei auch auf kommunaler Ebene zur Verfügung stehe und bewerbe sich deshalb noch um das Amt, so Paukner Mitte Januar. Der 58-jährige Ex-Soldat ist in Freising geboren und aufgewachsen. Paukner ist Mitglied im Imkerverein und arbeitet seit über 20 Jahren im Krieger- und Soldatenverein Freising-Neustift mit. Er ist gelernter Kraftfahrzeug-Mechaniker und war als Kraftverkehrsmeister in der früheren General-von-Stein-Kaserne tätig. Heute ist er bei einer Spedition angestellt.

© SZ vom 15.02.2020 / fres
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