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Kommunalwahl 2020 in Neufahrn:CSU ist noch in der Findungsphase

Die Neufahrner CSU zieht mit Ozan Iyibas an Position eins der Gemeinderatsliste in den Wahlkampf. Ob er auch Bürgermeisterkandidat wird, lässt er vorerst offen.

Die CSU-Gemeinderatsliste steht, eine Frage ist aber weiterhin offen: Wird der Spitzenkandidat auch bei der CSU zugleich der Bürgermeisterkandidat sein? "Er ist natürlich ein möglicher Kandidat", sagt dazu Ozan Iyibas, dessen eigener Name auf Platz 1 steht. Allerdings gebe es "mehrere Optionen", und es stehe auch noch nicht fest, ob sich letztlich überhaupt jemand um das Amt des Rathauschefs bewerbe. Man sei noch in der "Entscheidungs- und Findungsphase", habe dafür aber theoretisch auch noch bis Januar Zeit, so der 37-Jährige, der stellvertretender Ortsvorsitzender ist und dem aktuellen Gemeinderat angehört.

Ozan Iyibas führt die Liste der Gemeinderatskandidaten der Neufahrner CSU bei den Kommunalwahlen an. Noch nicht klar ist, wer Bürgermeisterkandidat wird.

(Foto: oh)

Fünf seiner jetzigen Fraktionskollegen wollen in dem Gremium ebenfalls weitermachen: Auf den Plätzen zwei bis fünf bewerben sich Kulturreferentin Christa Kürzinger, Zweiter Bürgermeister und CSU-Ortsvorsitzender Hans Mayer, Christian Nadler und Fraktionssprecher Burghard Rübenthal. Josef Holzner steht auf Platz 13. Gemeinderat und Altbürgermeister Gerhard Michels zieht sich dagegen zurück. Unter den ersten Zehn kandidieren noch Frank Langwieser, Silke Rößler und Elisabeth Göppel - Frau des verstorbenen langjährigen Kommunalpolitikers Carl-Dieter Göppel - sowie Roman Petersen und Johann Klein, der vor dem Ruhestand geschäftsleitender Beamter im Rathaus war.

Das Kandidaten-Durchschnittsalter liegt bei 47,4 Jahren

Auf der Liste seien "alle Ortsteile hervorragend platziert", stellte Iyibas fest, und es sei auch eine "super Mischung" aus dynamischen jungen Leuten und vitalen Bewerbern mit Erfahrung. Der Altersdurchschnitt: 47,4 Jahre. Die mit 21 Jahren jüngsten Kandidaten sind der JU-Ortsvorsitzende Lennart Ecksten und Amadeus Albrecht auf den Plätzen 16 und 25. Der älteste Kandidat ist der 77-jährige frühere CSU-Ortsvorsitzende Horst David.

Die Kandidatinnen und Kandidaten

1. Ozan Iyibas, 2. Christa Kürzinger, 3. Hans Mayer (Mintraching), 4. Christan Nadler (Giggenhausen), 5. Burghart Rübenthal (Giggenhausen), 6. Frank Langwieser (Massenhausen), 7. Silke Rößler (Massenhausen), 8. Elisabeth Göppel, 9. Roman Petersen, 10. Johann Klein, 11. Christina Schafstadler (Hetzenhausen), 12. Till Suplika, 13. Josef Holzner (Grüneck), 14. Hans Pflügler (Mintraching), 15. Thomas Lienert (Mintraching), 16. Lennart Eckstein, 17. Christian Ostermair, 18. Julia Kürzinger, 19. Sabine Bosch, 20. Sabine Huber, 21. Andrea Gast (Mintraching), 22. Philip Günther, 23. Wolfgang Lenz (Giggenhausen), 24. Dirk Heller, 25. Amadeus Albrecht, 26. Klaus Schmelz, 27. Wolfgang Schönigen, 28. Horst David, 29. Markus Tribanek, 30. Angela Burglechner (Mintraching). Ersatzkandidaten: Sonja Aigner, Josef Karpfinger (Massenhausen), Rolf Haas (Massenhausen).

Auf dem letzten Platz steht Angela Burglechner, welche die CSU wohl besser als viele andere kennt: Sie hat in verschiedenen Ministerien, in der Staatskanzlei und zuvor in der Landesleitung im Vorzimmer von Franz-Josef Strauß gearbeitet. Die 66-Jährige ist auf der Gemeinderatsliste eine von nur neun Frauen. Das liege daran, dass man auch insgesamt weniger weibliche Mitglieder habe, erklärte Iyibas: "Eine paritätische Besetzung ist daran gescheitert."

Wirtschaft und Verkehr sind wichtige Themen

Der Spitzenkandidat kündigte an, dass man nach den Wahlen ein Strategieteam aus den Kandidaten bilden werde, die leer ausgehen. Ihre Ideen sollen dann über die Fraktion in den Gemeinderat eingebracht werden. Als wichtige Themen nannte Iyibas etwa die Wirtschaft. Man müsse ansässige Unternehmen fördern und bei Neuansiedlungen auf einen Branchenmix aus kleinen Betrieben und "Global Playern" achten, wobei letztere die Gemeinde "nicht überfordern" dürften.

Ein Schwerpunkt soll auch der Ausbau der Infrastruktur sein, etwa die Verlängerung der U 6. Unter der Überschrift "Digitalisierung" brachte Iyibas etwa eine Bürger-App, über die man auch Rathaus-Angelegenheiten erledigen kann, ins Gespräch. Beim Thema Wohnungsbau will sich die CSU für flexible Wohnungen mit integrierte Pflegemöglichkeiten starkmachen. Pflege sei "die Schicksalsfrage der Zukunft".