Kommunaler WohnungsbauBald können Mieter einziehen

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Gemeinderäte legen Vergaberegeln für Mehrgenerationenhaus fest

Kranzberg - Voraussichtlich im Mai wird das Mehrgenerationenhaus in Kranzberg fertig sein, kurz danach können die ersten Mieter dort einziehen. In ihrer jüngsten Sitzung brachten die Gemeinderäte deshalb die Vergabekriterien für die 21 Wohnungen auf den Weg - und diese zeigen, dass es ein echtes Mehrgenerationen-Projekt sein wird.

Das Belegungsrecht liegt bei der Gemeinde. Es werden vier möglichst gleich große Vergabetöpfe geschaffen: für junge Erwachsene unter 35 Jahre, Familien mit Kindern, Senioren (vom 60. Lebensjahr an) sowie für Gemeindebedienstete. Denn, so steht es in der Präambel: Die Gemeinde will ein "generationenübergreifendes Zusammengehörigkeitsgefühl" fördern.

Kranzberg war eine der ersten Kommunen im Landkreis, die beschlossen hat, das staatliche Förderprogramm für den kommunalen Wohnungsbau zu nutzen, um bezahlbaren Wohnraum für den örtlichen Bedarf zu schaffen. Entstanden sind zwei Wohngebäude aus Holz, ein Gemeinschaftshaus sowie ein Technikgebäude. Der Baubeginn verzögerte sich allerdings um etwa ein Jahr, da die eingegangenen Angebote in einer ersten Runde deutlich über der Kostenberechnung lagen, die Ausschreibung wurde deshalb aufgehoben. Diese Entscheidung war für die Gemeinde goldrichtig. Letztlich wird das Projekt etwa 7,5 Millionen Euro kosten, dies entspricht nahezu den Berechnungen. "Es gibt fast keine Kostensteigerung", sagte Bürgermeister Hermann Hammerl (FWG), sie betrage etwa zwei Prozent. Vom Freistaat gibt es hohe Zuschüsse für den kommunalen Wohnungsbau.

Wie hoch die Mietpreise sein werden, steht derzeit noch nicht genau fest, es werden vermutlich um die zehn Euro pro Quadratmeter sein. Antragsberechtigt sind in erster Linie Personen, die bereits seit mehreren Jahren in der Gemeinde Kranzberg wohnen oder dort arbeiten sowie Gemeindebedienstete. Die Gemeinde hofft, damit bei der Suche nach Personal punkten zu können. Außerdem müssen gewisse Einkommens- und Vermögensgrenzen eingehalten werden.

© SZ vom 18.02.2022 / psc - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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