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Kommentar:Auf dem Campus wäre noch Platz

Nachdem auch die Studierenden in der Stadt Sport treiben, wäre eine Kooperation eine durchaus in Erwägung zu ziehende Alternative

Die kleine Animation zeigt als Beispiel eine Sportanlage, wie sie in Lübeck gerade gebaut worden ist. Konzipiert als moderner Sport- und Bewegungspark für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren sollen hier die Bedürfnisse von Vereinssportlern in Zukunft ebenso abgedeckt werden, wie die der nicht organisierten Sportler - von auf Gerüsten herumkletternden Kindern über ältere Spaziergänger bis hin zu Joggern oder wechselnd sich zusammenfindenden Beach-Volleyball-Teams. Manch ein Mitglied des Freisinger Kulturausschusses ist da möglicherweise schon ins Träumen geraten: So etwas in der in Teilen ja doch recht trist daliegenden Luitpoldanlage? Ein kompakt gestaltetes Freizeitangebot für Jung und Alt statt der Parkplatzwüste, die dort den größten Teil des Jahres ein unschönes Bild bietet?

Eine Überlegung wäre das allemal wert, wobei die allfälligen Unkenrufe schon zu hören sind: Wohin dann mit den Autos und - viel gravierender noch - wohin mit dem Volksfest und dem Uferlos-Festival, wenn am Ende alles voll ist mit Klettergerüsten, Tartanbahnen, Sportgeräten für Senioren, Sitzgelegenheiten und Ballspielfeldern?

Nein, vielleicht muss man es ganz anders denken und es muss Weihenstephan sein. Dass TU und FH sich in irgendeiner Form an der Sportstättenplanung der Stadt Freising beteiligen könnten, ist keine neue Forderung, schließlich treiben auch die Studierenden zu einem nicht unerheblichen Teil Sport. Bislang ungenutzte Flächen ließen sich rund um den Campus vielleicht leichter finden als anderswo in der Stadt - und wird nicht ohnehin immer beklagt, dass die Hochschulen nicht genügend in das Stadtleben integriert seien, quasi eine Vöttinger Parallelgesellschaft bilden würden?

Würde man die in der Sportstättenplanung der Stadt Freising empfohlene multifunktionale Sportstätte nach dem Lübecker Vorbild in Weihenstephan bauen, dann würden zwar nicht die Studierenden in die Stadt, sehr wohl aber die Städter raus zu den Studierenden kommen und ein großer Schritt zur besseren Integration wäre getan. Die Idee wäre auf jeden Fall einen zweiten Blick darauf wert - und bevor wieder jemand unkt, wer das denn wohl alles bezahlen soll: Für die 4,1 Millionen Euro teure Anlage in Lübeck gab es allein 2,7 Millionen vom Bund.