Klimaschutz in der Stadt FreisingFrische Luft und mehr Grün

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Die Stadt Freising bekommt für ihr Klimaanpassungskonzept, kurz "Klaps 2050", Unterstützung vom Freistaat

Von Kerstin Vogel, Freising

Die Stadt Freising beginnt, ihre im Januar 2020 in der "Freisinger Resolution zum Klimawandel" formulierten Ziele nach und nach umzusetzen - und bekommt dafür zum Teil Unterstützung vom Freistaat. So soll das Klimaschutzkonzept der Stadt als "Maßnahme 7" aus dieser Resolution um ein Klimaanpassungskonzept ergänzt werden - und es wäre kein Vorhaben der Stadt Freising, wenn sich dafür mit "Klaps 2050" nicht auch schon ein klangvolles Kürzel gefunden hätte.

Die Ergebnisse dieses Klimaanpassungskonzeptes sollen helfen, die im Stadtentwicklungsplan Step 2030 formulierten Klimaziele bei zukünftigen Bauleitplanungen sowie Stadtentwicklungs-, Freiraum- und Landschaftsplanungen leichter umzusetzen. Man erhofft sich einen "fundierten Anwendungskatalog" für Politik und Verwaltung, wie es in der jüngsten Sitzung des Planungsausschusses hieß. Als weitere Klaps-Grundgedanken wurden die Schaffung durchgrünter Stadträume, die Frischluftversorgung, nachhaltig gestaltete Bauprojekte und gut nutzbare Freiräume für die Bewohner der Stadt aufgezählt.

Sehr zupass kommt der Stadt dabei der Umstand, dass das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bauen und Verkehr die Stadt Freising kürzlich als eine von acht Modellkommunen ausgewählt hat. Damit verbunden ist nämlich eine finanzielle Förderung des Modellvorhabens "Klimagerechter Städtebau" - eine Art "Lohn", den die Stadt "für ihr bereits gezeigtes Engagement für eine klimaresiliente Stadtentwicklung" erhält, wie Stadtbaumeisterin Barbara Schelle im November vergangenen Jahres dazu erklärt hatte.

Das Bayerische Bauministerium hatte im Juni alle Kommunen in Bayern aufgerufen, sich für dieses Modellvorhaben zu bewerben. Ein Auswahlgremium unter Beteiligung von Städte- und Gemeindetag hatte acht Städte und Gemeinden ausgewählt. Neben Freising wurden Landshut, Deggendorf, Neumarkt in der Oberpfalz, Coburg, Schwabach, Lohr am Main und Memmingen zu Modellkommunen ernannt.

In einem ersten Schritt soll nun eine Bestandsaufnahme und Bewertung der Situation im gesamten Stadtgebiet erfolgen, wie im Planungsausschuss erklärt wurde. Die Ergebnisse sollen als Stadtklimamodell zusammengefasst und ausgewertet werden. Risiken und Chancen der Klimaanpassung sollen aufgezeigt und lokale Schwerpunkte analysiert werden. In der folgenden Phase 2 will die Stadt unter anderem Handlungsfelder definieren und thematisch bündeln und für das Stadtgebiet übergeordnete, strategische sowie konkrete, lokale Maßnahmen entwickeln, um die klimaökologische Situation in Freising zu verbessern. Ein Aktionsplan soll zudem die Umsetzung der festgelegten Maßnahmen für klimaresiliente und flächenschonende Planungen beschreiben.

In späteren Umsetzungsschritten wird es dann um die Kooperation unter anderem mit Experten für Stadtklima, Landschaft und Ökologie des Wissenschaftszentrums Weihenstephan gehen, der etablierte Klima- und Energiebeirat soll ebenso einbezogen werden wie die Bürgerinnen und Bürger. Das Projekt wird abschließend in einer leicht verständlichen Broschüre zusammengefasst. Die Gesamtkosten wurden auf 110 000 Euro beziffert, maximal 60 000 Euro gibt es als Förderung vom Freistaat. Im Planungsausschuss gab es keine Einwände gegen die Umsetzung des Projektes. Die Verwaltung soll nun die Studie in Auftrag geben und dem Ausschuss dann vorstellen.

© SZ vom 01.02.2021 - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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