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Kleine Weihnachtsinseln als Ersatz:Christkindlmarkt ist abgesagt

Aktive City sieht keine Möglichkeit, die Hygiene-Auflagen zu erfüllen

Der caritative Christkindlmarkt am Freisinger Marienplatz fällt in diesem Jahr aus. Grund sind die Corona-Pandemie und die damit verbundenen strengen Hygiene- und Abstandsregelungen, wie die Veranstalter mitteilen. "Die Auflagen sind einfach nicht zu stemmen", sagte Max-Josef Kirchmaier, Vorsitzender der Aktiven City Freising: Man hätte Einlasskontrollen durchführen und Besucherzahlen beschränken müssen, möglicherweise wäre ein Zaun um den Christkindlmarkt nötig gewesen und es hätten nur wenige Marktstände Platz gefunden.

"Das macht die heimelige Atmosphäre des Marktes zunichte", so Kirchmaier. Zudem sei es aufgrund der steigenden Infektionszahlen unverantwortlich, Vereine, Künstler und Besucher der Ansteckungsgefahr auszusetzen.

Geplant hatte die Aktive City, den Weihnachtsmarkt wieder zusammen mit der Stadt Freising, dem Rotary und dem Lions Club Freising zu organisieren. Viele der beteiligten Organisationen unterstützen mit den Erlösen soziale Zwecke. Nach der Absage will der Werbeverein Aktive City nun verstärkt nach Alternativen suchen: "Derzeit angedacht sind kleine Weihnachtsinseln mit bis zu drei Hütten, es wird wieder eine 'Lange Einkaufsnacht' geben, der Nikolaus wird kleine Gaben verteilen und in den Adventswochen sollen Chöre und Musikensembles für richtige Christkindlstimmung sorgen", berichtet Kirchmaier.

Der caritative Christkindlmarkt ist immer einer der Höhepunkte in der vorweihnachtlichen Zeit in Freising. Das Programm mit Musik und Aktionen für Groß und Klein, die prachtvolle Illumination des Marienplatzes, die engagierten Aussteller und die vielen Leckereien locken immer viele Besucher an.

© SZ vom 20.10.2020 / nta
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