Keine KorrekturZu viele Nachteile

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Neue Jahnhalle in Neufahrn bekommt keine Rampe, es bleibt beim Aufzug

Es bleibt dabei: Die zweite Jahnturnhalle bekommt einen Aufzug und keine behindertengerechte Rampe. Gemeinderat Frank Bandle (Grüne) hatte eine alternative Planung ins Gespräch gebracht. Das würde zum einem Folgekosten etwa für die Wartung sparen und zum anderen im Brandfall, in dem ohnehin kein Aufzug benutzt werden dürfe, mehr bringen, hatte er zu bedenken gegeben. Architekt Nepomuk Wagner hatte aber gleich gewarnt, dass es mit einer Rampe an dem tiefergelegten Gebäude schwierig werden könnte. Weil die Steigung nur sechs Prozent betragen dürfte, wäre eine größere Anlage mit Kehren nötig. Die Einwände haben sich nun bei der genaueren Prüfung der Idee bestätigt, wie Bauamtsleiter Michael Schöfer in der Bauausschuss-Sitzung berichtete: "Die Länge der Rampe wäre doch erheblich."

Aber auch sonst hätte eine solche Lösung Nachteile: Sportler, welche die Rampe benutzen wollen, müssten zum Beispiel nach dem Umziehen in der oberen Ebene "bei Wind und Wetter" (Schöfer) wieder raus und über den langen Rampenweg in die Sporthalle. Auch die Lehrkräfte fänden das mit Blick auf die Aufsichtspflicht "unpraktisch" berichte Schöfer. Außerdem würde man nach der Nutzung der Rampe auch Schmutz in die Halle tragen, und es bräuchte am Eingang ein Entwässerungssystem. Dies hätten wiederum Wartungskosten zur Folge. "Da schmilzt der Kostenvorteil durch eine Rampe immer mehr dahin", resümierte Schöfer, der in der Summe von einer "nicht tragfähigen Lösung" sprach.

Das sah dann auch Ideengeber Bandle so: "Wir werden die Rampe doch streichen müssen", räumte er ein. Andere Änderungswünsche aus den Reihen der Gemeinderäte sind dagegen inzwischen eingearbeitet. So wurden zum Beispiel die Sanitärbereiche gegenüber früheren Planungen verkleinert und die Umkleiden dafür vergrößert.

Im nächsten Frühjahr soll Baubeginn sein. Die neue Turnhalle wird als leicht versetzte "Spiegelung" der bestehenden Jahnhalle nach Norden errichtet. Tiefergelegt wird sie, weil man recht nah an die benachbarten Wohnhäuser herankommt. Die Kosten werden aktuell auf 4,39 Millionen Euro geschätzt. Hinzu kommen 80 000 Euro für eine Photovoltaikanlage. Diese soll so viel Strom erzeugen, dass der Bedarf für die Sporthalle, die Grundschule 1 und den Hort gedeckt werden kann.

© SZ vom 01.07.2021 / bg - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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