Kabarett, Variete und Weltmusik Kleine Kunst und nachhaltige Klänge

Beim Uferlos tritt ein Zauberer auf der Kleinkunstbühne auf

Kabarett (Josef Brustmann, Sebastian Schlagenhaufer), eine Varieté-Show (heuer mit Zauberer, aber dafür weniger Akrobaten), Weltmusik (Klangzeit), Theater - all das und noch viel mehr bieten die Kleinkunstbühne und das Kleinkunstzelt beim Freisinger Uferlos Festival. Nachdem das Programm des vergangenen Jahres "sehr gut angenommen" worden sei, sagte Heiko Lange vom Attenkirchener Tutuguri-Projekt, gehe es heuer in die zweite Runde.

Auch die Zusammenarbeit mit dem benachbarten Nachhaltigkeitszelt wird fortgesetzt. So wechseln sich Kunst und Vorträge auf der Bühne ab, beziehungsweise gehen Hand in Hand, denn thematisch sieht man sich auf einer Wellenlänge. Es gehe bei beiden Veranstaltungsformaten darum, zuzuhören, wegzukommen vom Lärm und Trubel des sonstigen Festivaltreibens, sagt Lange. Es gehe um Bodenständigkeit, um den Naturbezug, darum, zu den ursprünglichen Dingen zurückzukehren, alles bewusster wahrzunehmen.

Unterschiedlich ist dagegen die Umsetzung: Kleinkunst lebt von einer bunten Mischung an bekannteren und weniger bekannteren Künstlern, die mit kurzen, aber kurzweiligen Auftritten begeistern. So kämen Künstler aus Rosenheim oder Regensburg, sagt Lange, um auf der Uferlos-Kleinkunstbühne zehn Minuten lang aufzutreten.

Das Team des Nachhaltigkeitszelts setzt dagegen auf Regionalität. Heuer lautet der Themenschwerpunkt: Essen. Da gebe es viele Anknüpfungspunkte, sagt die Buchautorin Manuela Gaßner vom Organisationsteam. Denn jeder müsse ja täglich essen. "Wichtig ist uns der Bezug zu Freising, zu zeigen: Was gibt es hier in dem Bereich schon? Gemeinschaftsgärten, Food Sharing, pflanzliches Haarefärben, nachhaltige Lebensmittelverpackungen, zählt sie auf.

Rund 100 Sitz- und 50 Stehplätze bietet das Kleinkunstzelt den Uferlos-Besuchern. Mehr Zuschauer und -hörer wären vermutlich auch zu viel und zu laut für "die Kunst der leisen Töne", wie es in einer Ankündigung heißt.