Jugendworkcamp in Freising:"Spirit of Europe" im Landkreis Freising

Jugendworkcamp in Freising: Mit einem Weißwurstfrühstück, zu dem auch der Landrat kam, bewirtete das Gästehaus St. Anna in Thalhausen die Jugendlichen, die am Jugendworkcamp des Landkreises teilnehmen.

Mit einem Weißwurstfrühstück, zu dem auch der Landrat kam, bewirtete das Gästehaus St. Anna in Thalhausen die Jugendlichen, die am Jugendworkcamp des Landkreises teilnehmen.

(Foto: Marco Einfeldt)

Zum 20. Mal veranstalten Landschaftspflegeverband und Landkreis ihr Jugendworkcamp. Dabei arbeiten Jugendliche aus Frankreich, Italien, Albanien, Polen und Deutschland vier Wochen lang in der Landschaftspflege

Von Marie Schlicht und Pia Schiffer

Sieben Jugendliche, zwei Teamleiter, eine Mission: Landschaftspflege im Landkreis Freising. Seit vergangener Woche sind die jungen Leute aus Frankreich, Italien, Albanien, Polen und Deutschland im Gästehaus St. Anna und werden vier Wochen lang am 20. Internationalen Jugendworkcamp im Landkreis teilnehmen. Nachdem das Camp im vergangenen Jahr pandemiebedingt ausfiel, ist die Freude über das interkulturelle Zusammentreffen heuer umso größer. Vergangenen Dienstag ist das Camp offiziell mit einem Weißwurstfrühstück eröffnet worden.

Landrat Helmut Petz hielt zu diesem Anlass eine kurze Begrüßungsrede, entsprechend der Herkunftsländer der jungen Gäste in deutscher, englischer und italienischer Sprache. "Ihr bringt den Spirit of Europe nach Freising", freute er sich. Auch der Kranzberger Bürgermeister Hermann Hammerl und Matthias Maino, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands im Landkreis Freising, waren dem Frühstück mit Weißwurst, Brezen und Bier bei. Sie betonten ausdrücklich die Relevanz der Aufgaben im landschaftspflegerischem Bereich, von denen auch der Landkreis Freising profitiere.

In den nächsten vier Wochen werden die Jugendlichen bis zu fünf Stunden täglich in der Natur arbeiten. Mit Unkraut jäten auf den Feldern, dem Abbauen von Zäunen und dem Entfernen vom Schilf ist für vielfältige Aufgaben gesorgt. Diese "geerdete Arbeit", wie Matthias Maino mehrfach betonte, sei auch eine Möglichkeit für die Jugendlichen, um Wertschätzung für die Natur und für die Bedeutsamkeit der landwirtschaftlichen Pflege zu entwickeln. Es gehe nicht vorrangig darum, die geplante Arbeit bis in die Perfektion zu betreiben, sondern den Sinn dahinter zu verstehen und auf diese Weise etwas über die Natur und die Pflanzen zu lernen. Unterstützt wird das durch verschiedene Workshops, bei denen die Jugendlichen beispielsweise beim Bogenschießen ihre Geduld und Genauigkeit schulen können.

Für einige der Jugendlichen ist es nicht das erste Camp. Mirel Salaj aus Albanien ist einer der beiden Teamleiter und bereits zum dritten Mal dabei. "Alle meine Lieblingscamps finden hier in Bayern statt", sagte Mirel. "Sowohl die Menschen hier vor Ort, als auch der Bürgermeister sind jedes Mal besonders involviert. Dadurch fühlen wir uns sehr wertgeschätzt."

Ermöglicht wurde das Jugendworkcamp auch in diesem Jahr nur durch die Unterstützung des Landschaftspflegeverbandes Freising sowie des Landkreises als Projektträger. Besonderer Dank wurde in diesem Jahr auch dem Haus St. Anna ausgesprochen, welches sich bereit erklärte, das Camp dort unter Corona-konformen Bedingungen stattfinden zu lassen.

Um allen Jugendlichen möglichst große Flexibilität zu ermöglichen, werden für den Monat August noch vier Fahrräder benötigt. Falls jemand für diesen Zeitraum Fahrräder verleihen kann, ist er oder sie gebeten, sich bei den Veranstaltern unter folgender Telefon-Nummer zu melden: 01861-600731.

© SZ vom 04.08.2021
Zur SZ-Startseite
Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB