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Freisinger Jugendkulturpreis:Debüt-Roman mit 14 Jahren

Valentin Großkopf, 14, hat einen Roman geschrieben und ist dafür mit dem Jugendkulturpreis belohnt worden.

(Foto: Marco Einfeldt)

Die Jury des Jugendkulturpreises hat dem Freisinger Valentin Großkopf für sein erstes Buch den Förderpreis zugesprochen.

Von Melanie Katschko, Freising

Furiose Drachen, zauberhafte Wesen und fabelhafte Welten - schon immer waren sie Teil von Valentin Großkopfs Leben. Bereits als Kind verschlang er Fantasy-Reihen wie die "Eragon-Saga". "Mir war schon früh klar: Irgendwann will ich selber so ein Buch schreiben", sagt Valentin Großkopf. Jetzt, mit gerade einmal 14 Jahren, hat er es geschafft. Am 15. Februar 2021 ist sein Debütroman "Die Feuermenschen" unter dem Pseudonym "Jonathan Falke" erschienen. Die Jury des Freisinger Jugendkulturpreises hat der Roman schon überzeugt. Für das besonders gelungene Erstlingswerk erhielt der gebürtige Freisinger den Förderpreis.

Die Geschichte handelt vom Fürstensohn, der mit einem Drachen seinen Vater sucht

Bereits in der Buchbeschreibung wird deutlich, welch fantasievolle Geschichte die Leser erwartet: "Alle sind weg: Als der sechsjährige Fürstensohn Alessio die Burg, in der er großgeworden ist, verlassen vorfindet, macht er sich mit dem Burgdrachen Ivan auf die Suche nach seinem Vater. Bald stößt Alessio auf den Dorfjungen Marco, der dasselbe Amulett besitzt wie er. Ein rasantes Abenteuer beginnt, das bis zum König führt - und sogar noch um einiges weiter. Und niemand bemerkt, wie ein alter Feind ins Land zurückkehrt."

Die Idee zu dem Buch kam Valentin Großkopf bei einem Schulprojekt an der Montessorischule in Freising. "Jeder Schüler sucht sich hier ein Projekt raus und setzt es in die Tat um. Ich habe mich für ein verhältnismäßig großes Projekt entschieden. Mit dem Schreiben habe ich in der fünften Klasse losgelegt. Das war im Nachhinein ziemlich klug. Sonst wäre ich im Leben nicht fertig geworden", sagt er.

Angesport und unterstützt hat den Nachwuchsautor eine Mentorin

Eine Mentorin hat ihn beim Schreibprozess unterstützt. "Ich habe ganz viele hilfreiche Tipps bekommen. Zum Beispiel wurde mir empfohlen, die ganze Handlung vorher zu planen. Das habe ich auch so gemacht." Es war nicht der erste Versuch von Großkopf, eine Fantasy-Geschichte zu schreiben. "Ich habe bei den anderen Geschichten nie lange durchgehalten", sagt er: "Nachdem ich mir aber das Schreiben als Projekt vorgenommen und eine Mentorin an meiner Seite hatte, hat es mich ziemlich angespornt."

Daraus entstanden ist ein etwa 380 Seiten langer Roman. Geeignet ist das Buch für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren. Der 14-Jährige hat sein Werk nicht über einen klassischen Buchverlag veröffentlicht, sondern entschied sich stattdessen für eine Self-Publishing-Plattform. Von der Handlung, dem Titel bis hin zur Covergestaltung konnte er seiner Kreativität dabei freien Lauf lassen. Mit dem Ergebnis ist Valentin Großkopf zufrieden. An seinem Traum, irgendwann vom Beruf Autor zu werden, hält er entschlossen fest.

© SZ vom 15.06.2021/ilos
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