Jugendkorbinian anders:"Korbi dahoam"

Jugendkorbinian anders: Szenen wie diese in einem überfüllten Dom wird es auch beim Jugendkorbinian 2021 nicht geben.

Szenen wie diese in einem überfüllten Dom wird es auch beim Jugendkorbinian 2021 nicht geben.

(Foto: (Archiv): Marco Einfeldt)

Traditionelle Wallfahrt der jungen Christen findet in einer Mischung von Online- und Präsenzveranstaltungen statt

Von Melanie Glinicke, Freising

Die Wallfahrt Jugendkorbinian kann auch in diesem Jahr nicht wie gewohnt stattfinden, aber das Erzbischöfliche Jugendamt München und Freising sowie der Bund der Deutschen Katholischen Jugend München und Freising haben sich etwas Neues überlegt. Unter dem Motto "Aufwachen" soll am Samstag, 13. November, zwar nach wie vor ein digitaler Gottesdienst stattfinden, zusätzlich gibt es aber "Korbi dahoam". "Im Prinzip ist 'Korbi dahoam' ein dezentrales Festival und eine dezentrale Wallfahrt", erklärt Claudia Hoffmann, Öffentlichkeitsreferentin des Erzbischöflichen Jugendamtes München/Freising.

Während zu Zeiten vor Corona noch Tausende Jugendliche zum Freisinger Dom gepilgert sind und gemeinsam am Gottesdienst teilgenommen haben, musste im vergangenen Jahr alles Online stattfinden. Der Gottesdienst wurde auf wenige Plätze beschränkt und Live im Internet gestreamt. Das Festival, das üblicherweise nach dem Gottesdienst stattfindet, musste ebenfalls in den Online-Raum verlegt werden.

Jetzt könnten sich Orte aus der Erzdiözese mit einer Gruppe für "Korbi dahoam" anmelden, erläutert Hoffmann. Dann könnten sie innerhalb ihrer eigenen Gruppe ausmachen, wohin sie wallfahrten möchten, sei es von Kirche zu Kirche oder einer selbst überlegten Strecke. Gemeinsam könne in der Gruppe der Livestream des Gottesdienstes angeschaut und dann ein örtliches Festival veranstaltet werden. "Je nachdem wie sie es gestalten wollen, geben wir dann gerne Anregungen: Was könnte man spielen, was könnte man noch aufbauen, was kann gebastelt werden", so Hoffmann.

Bisher haben sich 20 Gruppen aus Jugendverbänden und Pfarreien angemeldet, Claudia Hoffmann ist aber überzeugt davon, dass es noch mehr werden. Zusätzlich zu den Präsenzveranstaltungen sollen digitale Angebote aus dem vergangenen Jahr dennoch beibehalten werden, da diese gut angekommen sind, wie sie sagt. "Die Event-Area, also beispielsweise ein DJ, der online sein Programm spielt, soll bleiben für alle, die auch dieses Jahr Lust haben vor dem Bildschirm abzutanzen", so Hoffmann.

Es sei wichtig gewesen, dieses Jahr eine Mischung aus Online und Präsenz zu machen. "Für Jugendliche ist es wegen Corona eh schon so schwer, es sind wichtige Lebensjahre und auch die Schule war nur online, man konnte Freunde in harten Zeiten der Pandemie nur online treffen." Als Pädagogen und pastorale Mitarbeiter hätten die Organisatoren gemerkt, dass ein großer Bedarf da sei, sich zu treffen. "Deswegen wollten wir eine Möglichkeit schaffen, in der ein bisschen Gemeinschaft möglich ist, das ist die Idee hinter dem Ganzen", erklärt Claudia Hoffmann. Bis zum 5. Oktober haben Gruppen noch Zeit, sich für ein gemeinschaftliches "Korbi dahoam" anzumelden. Über weitere Einzelheiten und das Programm soll Anfang Herbst über www.jugendkorbinian.de informiert werden.

© SZ vom 31.07.2021
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