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Jahresergebnis Thema im Kreistag:Steigende Personalkosten

Krankenhaus macht im Jahr 2018 ein Minus von 776 000 Euro

Das Jahresergebnis 2018 für das Klinikum Freising ist deutlich schlechter ausgefallen als erwartet. Nicht mit 100 000 Euro im Minus schloss das Kreiskrankenhaus das vergangene Jahr ab, sondern gleich mit 776 000 Euro. Das gab Geschäftsführer Andreas Holzner bei der Sitzung des Kreistags am Donnerstag bekannt. Die Fallzahlen sind dabei mit 18 788 stationären und 20 691 ambulanten Patienten weitgehend gleich geblieben, bei Letzteren gibt es sogar eine Zunahme von 2,3 Prozent. Als Gründe für das trotzdem negative Ergebnis nannte Holzner einen deutlichen Anstieg der Personalkosten um 1,8 Millionen Euro, höhere Materialaufwendungen und Laborbedarf sowie Investitionen in Baumaßnahmen.

Für das laufende Jahr schaut es nicht viel besser aus, jedenfalls was die beiden schon abgelaufenen Quartale anbelangt. Vor allem der Juni hat eine schlechte Belegung gebracht, dazu ist der Case-Mix rückläufig, der eine Kennzahl für den Schweregrad der Erkrankungen und damit die Einnahmen der Klinik darstellt. Ein Problem ist auch der Personalmangel, der das Freisinger Klinikum dazu zwingt, immer wieder Betten zu schließen. Hauptsächlich davon betroffen sind die Operations- und Intensivmedizin. Durchschnittlich könnten vier Prozent der 353 Plan-Betten nicht belegt werden, also 13 Betten. Im ersten Halbjahr 2019 habe man, so der Geschäftsführer "durchaus nennenswerte Abmeldezahlen" auf der Intensivstation verzeichnet, "das merkt man", so Holzner. Die Pflegepersonal-Untergrenzen haben die Lage noch verschärft, wonach seit Anfang des Jahrs mehr Pflegepersonal auf Intensivstationen, der Kardiologie und der Unfallchirurgie eingesetzt werden müssen. Im Nachtdienst seien die Vorgaben schwer einzuhalten. "Der Pflegermangel wird immer massiver", so Holzner. Derzeit verzeichnet das Klinikum 582,6 Vollkräfte, das ist ein leichter Anstieg von 0,3 Prozent. Insgesamt arbeiten im Klinikum 934 Menschen.