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Interaktive Touchboards:Die Kreidezeit geht in Neufahrn dem Ende zu

Noch in diesem Jahr werden die letzten Tafeln ersetzt

Die Kreidezeit ist in Neufahrn bald ganz vorbei: In diesem Jahr werden noch zwölf interaktive Touchboards für die Jo-Mihaly-Schule angeschafft. "Dann ist in allen Schulen der Austausch von Tafeln abgeschlossen", sagt Johann Wiesinger von der EDV-Abteilung der Gemeinde Neufahrn. Diese ist als Sachaufwandsträgerin neben der Mittelschule auch für die Ausstattungen der beiden Grundschulen zuständig.

Insgesamt hat die Gemeinde in die 2014 gestartete Digitalisierung der Schulen mittlerweile 650 000 Euro investiert. Neben Touchboards samt Dokumentenkameras und On-Board-PCs wurden auch einige Anschaffungen gemacht, denen gerade in den Corona-Jahren 2020/21 besondere Bedeutung zukam. Allein in diesen beiden Jahren wurden etwa 300 iPads, Laptops und Convertibles - das ist eine Art Mischung aus Notebooks und Tablets - als Leihgeräte für Schüler und Lehrer erworben. Bei der Finanzierung hat die Gemeinde dabei laut Wiesinger diverse staatliche Förderprogramme genutzt.

Dass es solche Förderungen in diesem Umfang gibt, ist laut Bürgermeister Franz Heilmeier (Grüne) freilich auch ein Hinweis darauf, dass der Staat sich um ein Pflichtprogramm "drückt" und sich aus seiner "originären Verantwortung rausgezogen" habe. Es sei aber dringend nötig, dass solche Investitionen "als staatliche Aufgabe verstanden" würden.

Wer für den technischen Support im laufenden Betrieb zuständig sei, fragte Gemeinderätin Beate Frommhold-Buhl (SPD). Schließlich könne man nicht davon ausgehen, dass es überall genug "IT-affine Lehrer" gebe. "Wir versuchen immer, mit den Geräten auch den Support dafür einzukaufen", erklärte Johann Wiesinger. Gleiches gelte für die Schulung von Administratoren. Um die Netzinfrastruktur kümmere sich die Gemeinde. Die Schul-IT sei ins kommunale Rechenzentrum im Rathaus integriert.

Gemeinderat Christian Buschendorff (Bürger für Neufahrn) wollte wissen, wie der Bedarf an Leihgeräten für Schülerinnen und Schüler etwa an der Mittelschule ermittelt worden sei. Das sei "bei der Schule verortet", erklärte geschäftsleitender Beamter Eduard Sczudlek.

Als eine der noch ausstehenden Aufgaben für das laufende Jahr nannte IT-Experte Wiesinger flächendeckendes WLan an allen Schulen. "Momentan ist es jedoch sehr schwer, an Komponenten zu kommen", erklärte er. Er hoffe aber, dass es bis zum Herbst klappe.

© SZ vom 07.05.2021 / bg
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