Nächste Woche werden im Freisinger Impfzentrum nach Auskunft des Landratsamts nun doch Erstimpfungen möglich sein, schon am Donnerstag bekamen 280 Menschen ihre erste Spritze. Grund sei, dass größere Lieferungen mit dem Vakzin der Firma Moderna eingetroffen seien als angekündigt. Auch in der kommenden Woche erwarte das Impfzentrum zusätzlichen Impfstoff.
Seit Pfingsten haben im Impfzentrum in Freising sowie in Au etwa 10 000 Personen ihre zweite Dosis erhalten. Mehr als 37 000 Bürgerinnen und Bürger haben einen vollen Impfschutz, die Zahl der Erstimpfungen liegt bei etwa 70 000. Die Phase der vielen geplanten Zweitimpfungen im Impfzentrum dauert noch zwei Wochen, wie das Landratsamt mitteilt. Aktuell seien dort Menschen der Priorisierungsgruppe drei an der Reihe. Sobald alle priorisierten Bürger geimpft seien, gehe es bei der Reihenfolge nach Anmeldungseingang weiter.
Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis lag am Freitag bei 7,2. Das Corona-Telefon des Landratsamt wird aufgrund der geringen Infektionszahlen zum 13. Juni eingestellt. Bei dringenden Fragen zum Thema Pandemie können sich Bürger aber weiterhin an die Behörde wenden, bei Fragen zur Impfung wird empfohlen, die Webseite www.ein-stich.de zur Kontaktaufnahme zu nutzen.
Der digitale Impfnachweis soll in den nächsten Tagen und Wochen bundesweit zur Verfügung stehen, der bisherige Impfpass behält aber seine Gültigkeit. Alle, die künftig zur Impfung ins Impfzentrum Freising und Au kommen, erhalten dort den notwendigen QR-Code für den digitalen Ausweis. Diejenigen, die bereits geimpft sind, können sich von Montag, 14. Juni, an deswegen an Apotheken wenden. Auf der Internetseite www.mein-apothekenmanager.de soll künftig eine Übersicht aufgeführt sein, wo dies möglich ist. Der Deutsche Apothekerverband erwarte, dass die Zahl der ausstellenden Apotheken schnell im vierstelligen Bereich liegen werde,informiert das Landratsamt. Spätestens Mitte Juli sollen auch Arztpraxen die digitalen Nachweise ausstellen.
An einer digitalen Lösung für "Altfälle" durch die Impfzentren arbeite der Softwareanbieter derzeit. Diese solle bis spätestens Mitte Juli zur Verfügung stehen. Das Impfzentrum Freising bittet daher, von Anfragen zur Eintragung im digitalen Impfpass abzusehen.