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Im Wippenhauser Forst:Neue Heimat für die Unke

Gelbbauchunken

Gelbbauchunken sind nicht anspruchsvoll und schon mit Pfützen und Tümpelchen zufrieden. Trotzdem gilt die Art in Bayern als stark gefährdet.

(Foto: oh)

Landkreis Freising setzt Projekt zur Erhöhung der Population um

Die Gelbbauchunke ist ein vier Zentimeter kleiner Froschlurch, der bis zu 20 Jahre alt wird. In Bayern gilt die Art als stark gefährdet. Im Waldstück der Familie Wild bei Wippenhausen haben einige der Tiere nun eine neue Heimat gefunden. Die Eigentümer hatten dort eigens drei Tümpel als Lebensraum für die Unken angelegt. Die Grundschule Kirchdorf hatte bereits vor zwei Jahren eine Patenschaft für die Unken im Wippenhauser Forst übernommen, wie es in einer Mitteilung aus dem Freisinger Landratsamt dazu heißt.

An den Tümpeln habe sich nun eine Gruppe Unkenschützer getroffen, um dort einige Gelbbauchunken und Kaulquappen auszusetzen, so der Bericht weiter. Mit dabei gewesen seien Judith Jabs-Ingenhaag und Jörg Steiner vom Landratsamt mit Michael Hamburger vom Bayerischen Bauernverband Erding und dem Wippenhauser Ortsobmann Josef Mitterer, die Aktion sei im Zusammenhang mit dem Projekt "Allen Unkenrufen zum Trotz" umgesetzt worden, das die Unkenpopulation in Bayern bis zum Jahr 2021 erhöhen soll. Der Landkreis Freising habe die Geschäftsführung der Trägerschaft zur Umsetzung des Projekts übernommen.

Gelbbauchunken stellen dem Landratsamt zufolge keine großen Anforderungen an die Wasserqualität. Die Tiere fühlten sich in kleinen Gewässern, Quelltümpeln, Viehweiden, aber auch Pfützen und wassergefüllte Fahrspuren wohl und würden dort ihre Eier ablegen. Doch durch Trockenlegungen und Straßenbauten seien diese Laichgewässer immer weniger geworden, und in der Folge auch die Tiere. Ziel des Projekts sei es, neue Lebensräume zu schaffen, Biotope aufzubessern und zu vernetzen, um die Unkenwanderung wieder zu ermöglichen.