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Im Marstall des Landratsamts:Bekennender Kosmopolit

Ausstellung erinnert an Landschaftsmaler Karl Huber

Mit einer Gedenkausstellung wird im Marstall des Freisinger Landratsamtes an den Kunstmaler und Bildhauer Karl Huber (1928 bis 2009) erinnert. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 29. November, um 19 Uhr. Der gebürtige Freisinger war bereits während seiner Zeit am Dom-Gymnasium an der Malerei, hauptsächlich der Landschaftsmalerei interessiert. Er studierte und malte von 1956 bis 1959 in Schweden. 1963 übersiedelte er von Freising nach Dachau und gilt als ein bedeutender Repräsentant der Dachauer Maltradition.

Trotz aller Verbundenheit zu seiner oberbayerischen Heimat war Karl Huber ein bekennender Kosmopolit. Nachdem er kurz vor dem Abitur in Freising plötzlich das Handtuch geworfen hatte, musste er auf väterliche Anordnung hin eine kaufmännische Lehre abschließen. Als zunächst noch gehorsamer Sohn tat er das auch, wenn auch schweren Herzens. "Ich wollte schon immer Maler werden", sagte er einmal. Bald nach der Lehre reiste er im Jahre 1956 erstmals nach Lappland, wo er den schwedischen Avantgarde-Künstler Kjell Leander-Engström kennenlernte, der ihm ein Stipendium ermöglichte. Es begann eine Zeit, die Huber oft als die schönste in seinem Leben bezeichnet hat. Immer wieder zog es ihn zurück nach Schweden, wo einst in der Stockholmer Akademie seine künstlerische Laufbahn begonnen hatte.

Zusätzlich zur Malerei schuf Huber aber auch zahlreiche Bronzeplastiken, von denen einige auch in Freising an öffentlichen Plätzen zu sehen sind: So zum Beispiel der "Bärenbrunnen" vor der Volkshochschule in Freising, der Metzgerbursche beim Parkhaus an der Dr.-von-Daller-Straße und der Denkmalbrunnen in der Stadtmitte von Freising mit der Skulptur des Roider Jackl.

Karl Huber hat auch religiöse Kunst geschaffen. So stammen die Kupferreliefs an der Eingangstür zur Klosterkirche in Schönbrunn bei Haimhausen von ihm.