Für Freisings Stadtarchivar Florian Notter und die Leiterin des Freisinger Stadtmuseums, Ulrike Götz, war die Sitzung des Finanzausschusses am Montag nach wenigen Minuten schon wieder vorüber. Kaum hatten sie auf den Zuschauerrängen in der Luitpoldhalle Platz genommen, hatten die Ausschussmitglieder auch schon einhellig beschlossen, was Notter und Götz wohl hatten hören wollen: Für die neuen Lagerräume, die zusammen mit den neuen Schulen im Steinpark entstehen, wird noch einmal Geld in die Hand genommen, um sie für die Lagerung wertvoller Museumsexponate und Archivmaterialien nutzbar zu machen.
Zehn unterschiedlich große Lagerräume mit einer Gesamtfläche von etwa 1000 Quadratmetern sollen in den Kellern unter der Schule entstehen. 330 Quadratmeter Nutzfläche werden dort künftig dem Stadtarchiv zur Verfügung gestellt, weitere 530 darf das aktuell wegen der Sanierungsarbeiten im Asamgebäude ausgelagerte Stadtmuseum nutzen - und damit Temperatur und Luftfeuchtigkeit in diesen Räumlichkeiten stimmen, investiert die Stadt nun noch einmal knapp eine halbe Million Euro in die dafür notwendige Technik sowie in Schwerlast-Rollregale und Sicherheitsmaßnahmen, wie es im Ausschuss hieß. Diese Ausstattung war in den ursprünglichen Baukosten von 1,1 Millionen Euro nicht enthalten und kommt nun noch hinzu.
Endgültig entscheiden muss darüber zwar noch der Gesamtstadtrat, Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher zeigte sich jedoch schon einmal zufrieden mit der Lösung, auch weil damit nun die verschiedenen Ausweichquartiere, auf welche die Sammlung des Stadtmuseums aktuell verteilt ist, in einem Lager zusammengezogen werden können. Die Museumsdepots sind derzeit ohne weiteren Spielraum auf fünf Standorte verteilt, darunter befindet sich auch eine angemietete und damit Kosten erzeugende Fläche. Mit der Fertigstellung der neuen Steinschulen und damit auch der neuen Lagerflächen rechnet die Stadtverwaltung derzeit Ende September 2022, wie es hieß.