Hiobsbotschaft in Allershausen:Nicht mehr sicher

ALLERSHAUSEN: Gesperrte Glonnbrücke an der Albert-Schweitzer-Strasse

Einer der Pfeiler ist nicht mehr stabil, er neigt sich ein wenig zur Seite. Deshalb musste die Glonnbrücke in Oberallershausen sofort gesperrt werden - auch für Fußgänger und Radfahrer.

(Foto: Johannes Simon)

Glonnbrücke in Oberallershausen ist komplett gesperrt

Von Petra Schnirch, Allershausen

Eine Hiobsbotschaft hat Bürgermeister Martin Vaas (PFW) in die jüngste Sitzung des Gemeinderats mitgebracht: Die Glonnbrücke in Oberallershausen musste kurzfristig gesperrt werden. Bei einer Überprüfung hatte sich herausgestellt, dass sie nicht mehr als sicher eingestuft werden kann. Auch Fußgänger und Radfahrer können sie nicht mehr passieren. Auf der anderen Glonnseite führen ein Feldweg weiter nach Unterkienberg sowie ein Geh- und Radweg nach Allershausen hinein. Fußgänger und Radfahrer werden nun über die Münchner Straße zur nächsten Brücke an der Uhlandstraße umgeleitet. Der Autoverkehr ist laut Michael Promberger vom Technischen Bauamt der Gemeinde kaum betroffen.

Dass die Brücke an der Albert-Schweitzer-Straße ein Problemfall ist, steht schon länger fest. Bereits bei einer Überprüfung im Jahr 2019 hieß es, dass die Standfestigkeit nicht mehr optimal sei. Für Fahrzeuge mit einem Gewicht von mehr als 3,5 Tonnen wurde das Bauwerk deshalb gesperrt, Landwirte könnten es seither nicht mehr nutzen. Eigentlich sollte eine jährliche Kontrolle stattfinden. 2020 fiel diese wegen der Pandemie jedoch aus.

Nun habe sich herausgestellt, dass sich der Pfeiler weiter geneigt habe, schilderte Vaas. Es sei nicht abzusehen, ob er noch stabil genug ist. Es bestehe die Gefahr, dass er wegrutscht - und das offenbar auch bei nur geringen Belastungen, etwa durch Fußgänger oder Radfahrer. Die Schlussfolgerung des Ingenieurbüros, das die Überprüfung vorgenommen hat, ist eindeutig: Es empfiehlt, "die Brücke für den öffentlichen Verkehr zu sperren. Es ist davon auszugehen, dass auch derzeit das geforderte Sicherheitsniveau nicht mehr gegeben ist". Ein Neubau ist ohnehin in Planung. Dafür ist ein Bodengutachten erforderlich, das der Gemeinderat Anfang Juli in Auftrag gab. Die Ergebnisse lägen noch nicht vor, so Vaas. Man müsse jetzt schauen, dass sie "schnell hergehen". Josef Lerchl (SPD) fragte, ob es nicht besser wäre, die alte Brücke gleich wegzureißen, bevor sie vielleicht in die Glonn stürzt. Vaas will das bis zur nächsten Sitzung klären.

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