Kurdischer Geflüchteter"Das ist eine Auslieferung, keine Abschiebung"

Lesezeit: 5 Min.

Heybet Sener hofft weiter, dass er in Deutschland bleiben darf.
Heybet Sener hofft weiter, dass er in Deutschland bleiben darf. privat

Wenn Heybet Sener zurück in die Türkei muss, würde er mit ziemlicher Sicherheit im Gefängnis landen. Die letzte Abschiebung des kurdischen Geflüchteten wurde Anfang Februar gestoppt - doch der nächste Termin steht bald an. Über ein Leben in Angst.

Von Elisa Pfleger, Erding

Heybet Sener hofft weiter, dass er in Deutschland bleiben darf.
Heybet Sener hofft weiter, dass er in Deutschland bleiben darf. privat

Kurz vor dem Abflug hatte er fast schon alle Hoffnung verloren, erzählt Heybet Sener. Als Polizeibeamte am Münchner Flughafengelände ihn für den zwingend erforderlichen Coronatest gewaltsam zu Boden gerungen hatten. Der 32-Jährige weigerte sich verzweifelt. Als ihn der Arzt fragte, warum er sich denn dermaßen wehre, habe er ihm geantwortet: "Stellen Sie sich vor, Sie stehen vor einem Feuer. Würden Sie sich dort eigenständig - freiwillig - hineinbegeben?" Das Feuer ist in Heybet Seners Fall die Abschiebung in die Türkei. Bei seiner Ankunft würde er mit Sicherheit sofort verhaftet werden und ins Gefängnis kommen - auf unabsehbare Zeit.

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