bedeckt München
vgwortpixel

Haushaltsberatungen in Moosburg:Digitaloffensive an den Schulen

Am Moosburger Rathaus sind Sanierungsarbeiten geplant.

(Foto: Sebastian Gabriel)

Die Stadt stellt mehr als eine Million Euro für Grund- und Mittelschulen in den Haushalt 2020 ein

Die Stadt wird im kommenden Jahr viel Geld in die digitale Ausstattung ihrer Schulen stecken. Im Investitionsprogramm ist für die Ausstattung der drei Schulen mehr als eine Million Euro vorgesehen. Bei der Fortsetzung der Haushaltsberatungen am Donnerstag erläuterten Mitarbeiter der Verwaltung verschiedene Posten im Etat, bei denen noch Klärungsbedarf bestand. Aicke Morgenstern, im Rathaus für Bildungsangelegenheiten zuständig, versicherte, dass man den Bedarf in enger Abstimmung mit den Schulen ermittelt habe. Auch Thomas Kerscher (CSU), selbst Lehrer an der Mittelschule, bestätigte, dass die beantragten Summen nur das beinhalteten, was nötig sei.

Im Investitionsprogramm sind 562 000 Euro für die Georg-Hummel-Mittelschule, 335 000 Euro für die Theresia-Gerhardinger-Grundschule und 140 000 Euro für die Anton-Vitzthum-Grundschule vorgesehen. "Diese enormen Summen hängen mit der Digitalisierung zusammen, wir brauchen einfach viel Hardware, und die ist extrem teuer", erläuterte Kerscher. Die Digitalisierung, für die es auch Zuschüsse von Bund und Freistaat gibt, werde von oben vorgegeben, "wir brauchen einfach gewisse Medien, um den Lehrplan erfüllen zu können", sagte Kerscher. So sollen etwa in der Mittelschule alle Klassenzimmer mit E-Screen-Tafeln mit Touch-Bedienung ausgestattet werden. "Was das Sachgebiet als Grundlage erarbeitet hat, ist am Bedarf orientiert, das ist sehr gut gelungen", sagte auch Bürgermeisterin Anita Meinelt (CSU).

Etwas kritischer sah die Sache Martin Pschorr (SPD). Er stellte die Frage in den Raum, "ob wirklich alles nötig ist, was das aufgeführt ist". Seiner Meinung nach müssen man "nicht immer alles erfüllen, was vorgegeben wird, weil da oft auch wirtschaftliche Interessen dahinter stecken". Was im Haushalt vorgesehen sei, entspreche aber voll und ganz dem Lehrplan und gehe nicht darüber hinaus, versicherte Kerscher noch einmal auf Pschorrs Nachfrage.

Auch mit den potenziellen Sanierungsarbeiten im und am Rathaus beschäftigten sich die Ausschussmitglieder noch einmal. Die Bürgermeisterin plädierte dafür, im Verwaltungshaushalt für die laufenden Ausgaben 50 000 Euro einzustellen und den Ansatz für die Investitionen im Vermögenshaushalt von 250 000 auf 300 000 Euro zu erhöhen. Geplant ist im kommenden Jahr auf jeden Fall ein neuer Anstrich. Zudem sollen schadhafte Stellen im Putz ausgebessert werden. Dazu ist ein Gerüst notwendig. Wenn das Gerüst schon mal stehe, sei es eigentlich sinnvoll, auch gleich die Fenster zu wechseln, weil man dafür ebenfalls von außen ans Gebäude ran müsse, sagte Hochbauamtsleiter Adalbert Schwenzl. Dass man die Fenster so schnell wechseln könne, bezweifelte er jedoch. Man brauche dafür eine Genehmigung vom Denkmalschutz und ein Gutachten, zudem müsse man dann erst Zuschüsse beantragen.

Der in absehbarer Zeit nötige Austausch der Heizung ist 2020 noch nicht zu bewerkstelligen. Prinzipiell ist die Heizung des Feyerabendhauses so ausgelegt, dass man das Rathaus auf der anderen Straßenseite irgendwann mit anschließen kann. Die Heizung würde er aber "erst ab 2022 ins Auge fassen, sonst ist die Planung unrealistisch", so Schwenzl.