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Hallbergmoos:Der neue Gemeinderat ist jünger und weiblicher

Die CSU ist stärkste Fraktion und nun mit neun Gemeinderäten in dem Gremium vertreten. Das ist aber auch der Vergrößerung des Rates von 20 auf 24 Mitglieder zuzuschreiben

Der große Gewinner bei der Kommunalwahl im vergangenen März ist die CSU gewesen. Nicht nur ihr Bürgermeisterkandidat, Amtshinhalber Harald Reents, wurde auf Anhieb bestätigt, auch im Gemeinderat blieb die CSU mit 38 Prozent stärkste Fraktion und bekam noch drei Sitze auf nun neun dazu. Das freilich war auch der Vergrößerung des Rates von 20 auf 24 Mitglieder zuzuschreiben. "Stimmenkönigin" der CSU war Silvia Edfelder mit 2880 Einzelstimmen, nur der Bürgermeister hatte mit 3616 mehr. Die Neuen heißen Stefan Rentz, Damian Edfelder, Andrea Holzmann, Tanja Knieler und "Häufelkönig" Christian Schirsch, den seine 1653 Einzelwähler von Listenplatz 18 auf acht und in den Gemeinderat katapultierten.

Zweitstärkste Fraktion, sind die Freien Wähler mit 24,2 Prozent, sie haben damit nun sogar sechs Sitze, zwei mehr als früher. Bürgermeisterkandidat Thomas Henning erreichte dieses Ziel zwar nicht, ist nun nach einer Pause aber wieder im Gemeinderat, als einziger Neuzugang der Fraktion. Der FW gehört auch der absolute Stimmenkönig an: Josef Fischer, auf den 3299 Einzelstimmen entfielen.

Gut drei Prozent verloren hat die Freie Wählergruppe Einigkeit mit 15,1 Prozent. Von den vier Gemeinderäten ist Markus Loibl der Neuzugang. Die Grünen legten zwar um gut fünf auf 14,8 Prozent zu und haben künftig drei Sitze, eigentlich gerechnet hatten sie aber mit vier. Dass es nicht geklappt hat, war umso ärgerlicher, weil die Grünen nur 0,3 Prozent hinter der Einigkeit lagen. Auch bei der Bürgermeisterwahl konnte Kandidatin Sabina Brosch nur 14,5 Prozent einfahren. Immerhin haben die Grünen nun die jüngste Gemeinderätin in ihren Reihen, die 22-jährige Alexandra Gebhard.

Klarer Verlierer der Kommunalwahl war die Hallbergmooser SPD. Sie fuhr mit 7,9 Prozent ein sehr schwaches Ergebnis ein, bei der Wahl 2014 waren es noch 15,3 Prozent. Die Folge: Die SPD hat nun nur noch zwei Sitze, neu dabei ist Christiane Oldenburg-Balden.

© SZ vom 15.05.2020

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