Kommunalwahl 2026Stephan Griebel will Freisinger Landrat werden

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Stephan Griebel
Stephan Griebel privat

Die Grünen im Landkreis Freising haben mit dem 57-jährigen Flüchtlingshelfer jetzt ihren Bewerber für die Landratswahl vorgestellt. Der Vorsitzende der Unabhängigen Bürger in Zolling soll bei der Aufstellungsversammlung am 2. Juli nominiert werden.

Von Birgit Goormann-Prugger, Freising

Die Grünen im Landkreis Freising haben sich für die Kommunalwahl positioniert und mit dem 57-jährigen Zollinger Stephan Griebel ihren Kandidaten für die Landratswahl vorgestellt. Die offizielle Aufstellungsversammlung soll am 2. Juli stattfinden, voraussichtlich in Zolling. Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten für die Freisinger Landratswahl habe bereits Anfang 2024 begonnen, erklären die Grünen-Kreisvorsitzenden Sandra Smolka und Maximilian Breu in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Der Kreisvorstand und die Kreistagsfraktion der Grünen hätten sich das Ziel gesetzt, einen „starken und aussichtsreichen Kandidaten für die Landratswahl 2026 zu finden“.  Nach intensiven Gesprächen habe man sich auf Stephan Griebel geeinigt. Das Ziel der Grünen für die Kommunalwahl 2026 ist klar: „Unsere Mission ist 50 Prozent+ 1 – wir wollen einen Wechsel für den Landkreis Freising und setzen mit Stephan auf eine starke erfahrene Persönlichkeit“, erklären Smolka und Breu.

Russischer Angriff jährt sich zum zweiten Mal
:"Unglaublich große Hilfsbereitschaft"

Der Zollinger Stephan Griebel engagiert sich seit vielen Jahren in der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe. Im Gespräch mit der SZ erzählt er, wie es vor zwei Jahren gelang, die vielen Schutzsuchenden aus der Ukraine schnell unterzubringen - und wie es sein Helferkreis trotz aller Widerstände schafft, heute etwa 240 geflüchtete Menschen zu betreuen.

Von Gudrun Regelein

Stephan Griebel, Vater von drei Söhnen, lebt seit 28 Jahren im Landkreis Freising und arbeitet bei Texas Instruments. Seit 2016 engagiert er sich aktiv im Helferkreis in Zolling und vertritt als Sprecher der Helferkreise des Landkreises die Anliegen der Helfenden sowie der Geflüchteten im Integrationsbeirat.

Als Vorsitzender der Unabhängigen Bürger Zolling (UBZ) sei er überdies mit Kommunalpolitik vertraut, heißt es in der Presseerklärung weiter. Ein weiteres wichtiges Anliegen sei ihm die klare Positionierung gegen eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen. „Der Schutz unserer Umwelt und die Lebensqualität der Menschen im Landkreis stehen für mich an erster Stelle. Eine dritte Startbahn würde massive ökologische und soziale Nachteile mit sich bringen – das lehne ich entschieden ab“, so Griebel.

Dritte Startbahn
:"Wir lassen uns nicht übertölpeln“

An die 800 Bürgerinnen und Bürger protestieren in Freising gegen das „ewige Baurecht“ für die dritte Startbahn am Münchner Flughafen.  Die Art und Weise, wie FMG und Staatsregierung das Verfahren in Gang gebracht haben, ohne die Öffentlichkeit zu beteiligen, macht sie besonders wütend.

Von Birgit Goormann-Prugger

Darüber hinaus wolle er sich für eine konsequente Digitalisierung in der Verwaltung und im öffentlichen Leben einsetzen. „Wir müssen moderne Technologien nutzen, um die Verwaltung effizienter zu machen und den Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu Dienstleistungen zu erleichtern“, so Griebel. Regionale Vielfalt und die bedarfsgerechte Entwicklung des Landkreises seien ihm ein weiteres zentrales Anliegen: „Wir brauchen Lösungen für die Menschen in der Hallertau ebenso wie im Münchner Speckgürtel.  Sei es in der Infrastruktur, der Mobilität oder der Gesundheitsversorgung.“

Auch beim sozialen Wohnungsbau sieht Griebel großen Handlungsbedarf: „Es gibt eine Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis. Diese muss aktiviert werden, um bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen.“ Unterstützung für den Kandidaten kommt auch aus der Grünen-Kreistagsfraktion. Die Fraktionsvorsitzende Joana Bayraktar sagt: „Wir freuen uns sehr, mit jemandem in den Wahlkampf zu starten, der ein echter Anpacker ist“.

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