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Großes Verteilerzentrum geplant:Amazon will nach Degernpoint

öffentlichen Führung durch die Amazon Zentrale in Schwabing, leider nur draußen, deshalb nur Aussenaufnahmen.

Der Internethändler Amazon plant ein großes Verteilerzentrum im Moosburger Gewerbegebiet Degernpoint. Hier zu sehen: Die Amazon Zentrale in Schwabing.

(Foto: Florian Peljak)

An dem Standort sollen Pakete sortiert und ausgeliefert werden.

Alexander Kappen, Moosburg

Der Internethändler Amazon will im Moosburger Gewerbegebiet Degernpoint neben dem Wertstoffhof ein großes Verteilerzentrum eröffnen. Am kommenden Montag soll sich der Bauausschuss des Stadtrats mit dem entsprechenden Antrag eines Hamburger Unternehmens befassen, das die 6700 Quadratmeter große Logistikhalle für Amazon errichten möchte. Das Gebäude wird knapp zwölfeinhalb Meter hoch sein. Wie es in der Projektunterlagen heißt, soll das Verteilerzentrum am 4. November 2019 in Betrieb genommen werden. Die Montage der Betriebseinrichtung beginnt laut Betriebsbeschreibung am 4. Oktober.

Auf dem gut 30 000 Quadratmeter großen Grundstück sollen auch ein 846 Quadratmeter großer Büroanbau, eine Technikzentrale (113 Quadratmeter) und ein Parkhaus mit vier Ebenen und einer Fläche von rund 4600 Quadratmetern untergebracht werden, wie aus den Plänen hervorgeht, die das Rathaus zur Verfügung gestellt hat. Im Freien sind außerdem 88 Stellplätze laut Planung vorgesehen.

An dem neuen Amazon-Standort in Degernpoint sollen Pakete sortiert und ausgeliefert werden. Der Betrieb wird 24 Stunden pro Tag und sechs Tage pro Woche laufen. "Feiertags- und Sonntagsarbeit ist nicht vorgesehen", heißt es in der Betriebsbeschreibung. Gearbeitet wird in drei Regelschichten. Die Nachtschicht bildet das Hauptgeschäft der mehrstufigen Sortierung. Die Früh- und Spätschicht übergeben die Pakete an die Kurierfahrzeuge und nehmen nicht zugestellte Pakete wieder zurück. Die Nachtschicht beginnt 23.30 Uhr mit bis zu 103 Mitarbeitern und endet um acht Uhr. Dann beginnen die bis zu 85 Mitarbeiter der Frühschicht mit der Arbeit. Die Spätschicht beginnt dann um 16Uhr und endet um Mitternacht. Hier sind bis zu 23 Mitarbeiter im Einsatz. Während der Nachtschicht, so steht es in der Betriebsbeschreibung, erfolgt der Anlieferverkehr mit Lastwagen und Sprintern. Diese werden dann an den Docktoren entladen. In Spitzenzeiten werden in diesem Zeitraum bis zu 25 Lastwagen und von Mitternacht bis sechs Uhr maximal vier pro Stunde sowie höchstens sechs Vans anliefern. Während der Frühschicht wird der in der Nacht begonnene Paket-Sortierprozess abgeschlossen. Von neun Uhr an schwärmen dann zehn Wellen zu je 48 Fahrzeugen aus, um die Pakete auszuliefern.

© SZ vom 28.11./nta

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