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Glückliche Biker in Kranzberg:Mehrere Trails und Varianten

Der bei Jugendlichen beliebte Dirtpark bei Dorfacker soll optimiert und umgebaut werden, nach den Wünschen der Nutzer, aber mit Hilfe von Fachplanern. Das hat der Gemeinderat Kranzberg beschlossen.

(Foto: Marco Einfeldt)

Jugendliche Radfahrer wollen den Dirtpark in Kranzberg umgestalten und optimieren

Der Dirtpark bei Dorfacker soll auf Wunsch der Jugendlichen optimiert werden. Bevor aber ein Planungsbüro eingeschaltet wird, ist ein Ortstermin auf dem Areal der ehemaligen Gärtnerei geplant. Die Gemeinderäte schlossen sich dem Vorschlag von Silvia Tüllmann (FWG) an, dass sich die Mitglieder des Sozialausschusses ein Bild von der Situation machen und sich mit den jungen Bikern und ihren Unterstützern austauschen. "Die Jugendlichen sind sehr engagiert," sagte Tüllmann. Sie glaubt, dass aus ihrem Kreis viele Anregungen kommen werden - und dass sie den Dirtpark noch mehr schätzen, wenn sie wieder selbst mitanpacken.

Den Dirtpark hatten die jungen Biker im Sommer 2019 überwiegend in Eigenleistung auf einem 500 Quadratmeter großen Grundstück angelegt, das der Gemeinde gehört. Die Anlage ist bei Kindern und Jugendlichen offenkundig sehr beliebt und deshalb oft stark ausgelastet. Deshalb wünschen sie sich Unterstützung durch einen Profi, um das Gelände etwas umgestalten zu können.

Da bisher nur ein Anfahrtshügel vorhanden ist, kommt es oft zu langen Wartezeiten. Nach Regenfällen dauert es meist lange, bis das Gelände wieder trocken und befahrbar ist. Damit Radfahrer auf dem Radweg von Dorfacker nach Freising durch die Sportler nicht gefährdet werden, soll die Hauptfahrtrichtung auf dem Areal außerdem um etwa 90 Grad gedreht werden. Die nicht allzu große Fläche soll künftig noch besser ausgenutzt werden. Die Jugendlichen wünschen sich einen zweiten Anfahrtshügel und Trails, die unabhängig voneinander und zeitgleich befahren werden können. Die Strecke soll mehrere Varianten bieten, damit sie sowohl für Fahrer mit etwas Erfahrung als auch für sehr gute Biker interessant ist. Die Umgestaltung soll wie schon die Neuanlage im vergangenen Sommer möglichst wenig kosten.

Florian Vierthaler (KGL) schlug vor, "nicht irgendeinen Planer zu nehmen", sondern das Geld lieber in die Ausführung des Dirtparks zu stecken. So sei es besser angelegt. Ursula Enghofer (FWG) erwiderte, dass den Jugendlichen "nichts übergestülpt" werden solle. Da die Fläche relativ klein sei, benötigten die jungen Leute aber die Unterstützung eines Fachmanns, der Erfahrung mit solchen Plätzen habe. Zu dem Ortstermin will Rudolf Wildgruber (KGL) auch einen Bekannten einladen, der am Freisinger Dirtpark mitgewirkt hat, um Tipps zu bekommen.

© SZ vom 02.06.2020 / psc

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