Eine provisorische Ampelanlage könnte Kindern und Radlern schon bald ein sicheres Queren der Kreuzung Griesfeldstraße/Lise-Meitner-Straße in Vötting ermöglichen. Nach einem Ortstermin mit einer Elterninitiative haben Freisings Mobilitätsmanager Dominik Fuchs und Bauhofleiter Georg Rößl das Aufstellen einer solchen Anlage mit dem Ordnungsamt besprochen. Das bestätigt die Stadt Freising. Das Ordnungsamt werde sich nun "zeitnah" mit der Polizei unter anderem zu "sicherheitsrechtlichen Fragestellungen" austauschen.
"Es sieht so aus, als würde die tägliche Angst um unsere Kinder auf dem Schulweg schon bald der Vergangenheit angehören", sagte Katrin Geiger von der Initiative Knotenpunkt Griesfeldstraße nach dem Ortstermin. Sie sieht eine Gefährdung dort, wo der von der Gregor-Mendel-Straße kommende Radweg kurz vor der Einmündung in die Lise-Meitner-Straße endet. Die Stadt hatte deshalb zunächst Warnschilder in dem Bereich aufgestellt, was der Initiative nicht ausreichte. Langfristig fordert sie den Bau einer Fuß- und Radwegbrücke.
Eine solche fände auch Grünen-Stadtratsfraktionssprecher Werner Habermeyer "durchaus interessant". Nach dem Ortstermin sieht er an der Griesfeldstraße "für Kinder durchaus eine Gefahrensituation". Zeitnah halte er aber eine Ampelanlage für sinnvoll, so Habermeyer. Die Stadt könne bei einer akuten Gefahrensituation, wie sie hier vorliege, ohne Antrag im Stadtrat handeln. Bei der Stadt heißt es dazu, Verbesserungen, die sich aus früheren Besprechungen mit der Polizei ergeben hätten, seien bereits umgesetzt. Für Habermeyer zählen aufgestellte Warnschilder jedoch "noch nicht als Gefahrenabwehr". Er will das Thema Schulwegsicherung darum in der nächsten Sitzung des Planungsausschusses am 24. November behandeln. Auch mit Blick auf weitere Gefahrenstellen. Man müsse sich fragen, ob die Pläne zur Schulwegsicherung generell noch aktuell seien.
Geht es nach der Vöttinger Elterninitiative, braucht es drei Ampeln, die den Verkehr rund um die Gefahren-Kreuzung nach Bedarf anhalten: an der Lise-Meitner-Straße hinter der Einmündung des Fuß- und Radwegs zur/von der Grundschule Vötting, an der Griesfeldstraße vom Kreisel der Thalhauser Straße kommend vor der Einmündung in die Lise-Meitner-Straße und an der Griesfeldstraße stadtauswärts vor dem Ende des Fuß- und Radwegs von der Gregor-Mendel-Straße. Die Initiative fordert zudem Fahrbahnmarkierungen, eine Beleuchtung im Querungsbereich, Haltelinien und Ampel-Warnschilder. Die Fahrbahnmarkierung ausgenommen, könne die Ampelanlage bis zum 10. Dezember stehen.
Nach Ansicht der Stadt erscheint dieses Datum jedoch "nicht realistisch", wie Pressesprecherin Christl Steinhart mitteilt. Allein für das Anhörungsverfahren mit der Polizei bestehe eine 14-tägige Frist. "Die Beschaffung einer Ampelanlage müsste ferner ausgeschrieben und entsprechend finanziert werden."