In Weihenstephan gibt es in diesem Jahr eine Neuauflage der Gartentage aus dem vergangenen Jahr. Am Samstag und Sonntag, 9. und 10. Mai, verwandelt sich der Campus der TU München jeweils von 10 bis 18 Uhr in ein Blütenmeer. Etwa 130 Ausstellerinnen und Aussteller aus sechs Ländern kommen am Wochenende des Muttertags Anfang Mai nach Freising, 30 Prozent mehr als bei der Premiere vor einem Jahr. An einigen Schwachstellen haben die Veranstalter nachgebessert: Die Zahl der Kassen wird erhöht, das Gastro-Angebot vergrößert.
Mit dabei sind 40 Gärtnereien. Neben vielen auswärtigen sowie internationalen Spezialisten aus Österreich, Tschechien, Slowenien, Ungarn und den Niederlanden beteiligen sich zahlreiche regionale Betriebe. Sie alle tragen „zu einer interessanten Mischung“ bei, sagt Robert Sulzberger, einer der beiden Organisatoren. Unter den Ausstellern ist diesmal ein Spezialist für Rosen, erweitert wird das Sortiment mit besonderen Tomaten- und Paprikasorten. Erneut im Programm sind Pfingstrosen, Iris, Taglilien, Funkien, Clematis, Orchideen, Pelargonien, Kakteen, Wildstauden und Kräuter.
Gemeinsam mit Tobias Mayerhofer hat Sulzberger 2025 einen Neuanfang gewagt, nachdem die langjährige Organisatorin der Freisinger Gartentage erklärt hatte, dass sie nicht weitermachen werde. An einem neuen Standort und in etwas anderer Form hat die Veranstaltung unter dem Namen „Gartentage Freising-Weihenstephan“ eine Fortsetzung gefunden. Mit etwa 13 000 Besucherinnen und Besuchern war sie auf Anhieb ein Erfolg.
Das gastronomische Angebot ist vielfältig. Herzstück wird ein Biergarten des Weihenstephaner Bräustüberls sein, außerdem gibt es Burger, Tartes, Crêpes, asiatische Gerichte und Traditionelles wie Käsespätzle. Stände mit Gartendeko, Kunsthandwerk, Werkzeug und Naturprodukten ergänzen das Sortiment. Auf die kleinen Besucher warten Aktionen wie Baumklettern, in einem Zelt können sie unter Anleitung mit Holz arbeiten und mit Kräutern basteln.

Als Nadelöhr hatten sich im vergangenen Jahr die Kassen erwiesen. Dort bildeten sich längere Schlangen. Deshalb wird es dieses Mal mehr Verkaufsstellen geben, erklärt Sulzberger. Zudem wollen die Veranstalter Werbung für den Kauf von Online-Tickets machen. Für Erwachsene kostet der Eintritt neun Euro, das ist ein Euro mehr als 2025. Schüler, Studierende und Menschen mit Behinderung zahlen fünf Euro, Rentnerinnen und Rentner sieben Euro. Kinder bis 14 Jahre sind frei. Vorträge und Führungen sind inbegriffen. Die Gartentage finden parallel zum Uferlos-Festival statt. Im Idealfall könnten beide Veranstaltungen voneinander profitieren, meint Sulzberger.
Sulzberger und Mayerhofer sind Gartenbau-Ingenieure und als Fachautoren tätig. Mayerhofer hat sich ebenso als Landschaftsmaler einen Namen gemacht. Mit der Organisation von Gartentagen haben beide viel Erfahrung. Sie veranstalteten über Jahre hinweg die Ausstellungen in Lindau und Bregenz. Aufgrund der Corona-Pandemie und durch Umbauten dort beendeten sie ihr Engagement am Bodensee. Mit Freising sind beide eng verbunden. Mayerhofer lebt hier, wie Sulzberger hat er in Weihenstephan Gartenbau studiert. Weitere Informationen gibt es im Internet unter https://gartentage-freising-weihenstephan.de.

