Jeder der neun botanischen Gärten in Bayern hat seine Besonderheiten. In Weihenstephan gibt es gleich vier Teilgärten, sie alle gehören zur Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und sind Lehr- und Forschungsorte, können aber besichtigt werden. Um die anderen Standorte kennenzulernen, muss man derzeit nicht durch den ganzen Freistaat touren. In einer kleinen Ausstellung werden alle neun bayerischen Anlagen kurz vorgestellt. In Freising befinden sich die Infotafeln noch bis Ende Oktober im Sichtungsgarten, Am Staudengarten 7. Anschließend werden sie in den Hofgarten am Weihenstephaner Berg versetzt. Dort sind sie bis zum 30. November zu sehen.
Die Ausstellung, die in allen botanischen Gärten aufgebaut ist, soll die Einrichtungen bekannter machen. Die botanischen Gärten unterstützten einander, sagt Swantje Duthweiler, wissenschaftliche Leiterin der Anlagen in Weihenstephan. Der Hofgarten kann das ganze Jahr über besucht werden. Er umfasst den ursprünglichen Klostergarten des früheren Benediktinerklosters. Das spätbarocke Salettl, einst Gartenhaus der Äbte, dient der Hochschule als Konferenzort. Der weitläufige Garten ist im vergangenen Jahr umgestaltet worden. Mehrjährige Stauden ersetzen die einjährigen Frühlings- und Sommerblumen. Dadurch wird der Garten pflegeleichter, aber auch nachhaltiger. Denn er muss nicht mehr bewässert werden.
Einige Meter unterhalb des Hofgartens befindet sich der Oberdieckgarten mit Apotheker-Pflanzen, Hortensien und Orchideen. Im Sichtungsgarten unterhalb des Weihenstephaner Berges sichtet die HSWT Stauden und Gehölze und zeigt passende Kombinationen. Derzeit werden Landschaftselemente aus Südeuropa ergänzt. Im Kleingarten, ebenfalls am Staudengarten gelegen, forscht die Hochschule zu Gemüse- und Kräuterarten. Besucher erhalten Tipps zu Düngung und Nützlingen. Allerdings schließen diese drei Gärten Ende Oktober. Auf den Schautafeln können sich Interessierte aber schon für das kommende Frühjahr inspirieren lassen. Im April öffnen die Anlagen wieder.

