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Fußball-Landesliga:Schwaches Derby

Zweikampf im Landkreis-Derby: David Tomasevic (TSV Eching) setzt sich mit Christian Haas vom SE Freising auseinander.

(Foto: Marco Einfeldt)

TSV Eching und SE Freising trennen sich 1:1. Freisings Trainer Michael Schütz ist unzufrieden und nennt die Leistung seiner Elf leidenschaftslos.

Es war ein Landkreisderby der schwächeren Art, das am Samstag knapp 200 Zuschauer sahen und das mit einem gerechten 1:1 zwischen den Fußball-Landesligisten TSV Eching und SE Freising endete.

Ein "Grottenkick" schimpfte SEF-Abteilungsleiter Georg Appel, Trainer Michael Schütz sprach sogar vom schwächsten Spiel, das er von seiner Mannschaft je gesehen habe. Echings Trainer Fredy Ostertag dagegen war nach dem vierten Unentschieden in Folge zufrieden. Seine Elf habe engagiert gespielt, mit etwas Glück wäre sogar mehr möglich gewesen.

Freising hatte in der ersten halben Stunde etwas mehr vom Spiel, Torchancen waren jedoch Mangelware. Schmerzlich vermisst wurden die Flügelstürmer Sebastian Mihajlovic und Mesut Toprak.

Das 1:0 für Freising fiel in der 17. Minute dann auch etwas überraschend. Ilker Yildiz hatte etwa 30 Meter vor dem Tor den Ball bekommen und als er angegriffen wurde, zog er einfach mal ab. Echings Torhüter Franz Hornof stand zwar in der richtigen Ecke, aber vielleicht etwas zu weit vor seinem Tor und konnte den Ball, der im Kreuzeck einschlug, nicht mehr abwehren.

Der Ausgleich fiel in Minute 37 durch den "alten Mann" des TSV. Der 38-jährige Fabijan Hrgota, erst am Vortag aus dem Urlaub gekommen, jagte einen Freistoß aus 20 Metern an der Mauer vorbei zum 1:1 in die Maschen. In der 44. Minute rutschte Freisings Torhüter Dominik Schlerf ein harmloser Rückpass unter der Sohle durch und wäre fast ins Tor gekullert.

In der zweiten Halbzeit kam der TSV Eching etwas wacher aus der Kabine und profitierte von leichtsinnigen Rückpässen der SEF-Abwehr. Das Spiel verflachte zunehmend, die Freisinger pflegten das ungenaue Zuspiel, hatten viele Ballverluste und konnten sich oft nur durch Fouls retten. Nach vorne lief fast überhaupt nichts zusammen, Andreas Hohlenburger in der Sturmspitze wurde bestens abgeschirmt und schoss nicht einmal auf das Echinger Tor.

Der TSV dominierte nun zwar das Geschehen und trieb den Ball immer wieder gefährlich in Richtung Strafraum, kam aber nicht zum Abschluss. Die einzige Freisinger Chance hatte in der 80. Minute Yildiz, brachte aber aus spitzem Winkel den Ball nicht im Gehäuse unter.

Freisings Trainer Schütz sprach von einem sehr unkonzentrierten Auftritt seiner Elf. Die Leidenschaft habe er vermisst, gefehlt habe der läuferische Einsatz. Im Mittelfeld seien zu viele Fehlpässe fabriziert und Zweikämpfe verloren worden. Schütz: "Das war heute nicht unser Tag. Gegen Türkgücü am nächsten Freitag (19.30 Uhr, Savoyer Au) müssen wir besser spielen".

Der VfB Hallbergmoos dagegen hat seine Krise wohl überwunden. Nachdem Trainer Anton Plattner von Dreier- wieder auf Viererkette umgestellt hat, läuft es. Am Samstag wurde der TuS Geretsried mit 4:0 abgefertigt, der zweite Sieg in Folge. Die Tore erzielten Jonas Wick (43.), Dennis Hammerl (63.), Mario Simak (85.) und Ben Held (87.).

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