Freisings größtes Projekt 70,1 Millionen für die Bildung

Ausschuss genehmigt Planung für Steinparkschulen

Das Kostenpaket ist geschnürt. Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport des Stadtrats hat die Entwurfsplanung für den Neubau der Steinparkschulen genehmigt. Da einige Neuerungen hinzukamen, steigen die Kosten von 69,6 auf gut 70,1 Millionen Euro. Es sei das größte Projekt, das Freising bislang gestemmt habe, stellte Robert Naujokat vom Hochbauamt fest. Die Kostensteigerung habe sich durch den Einbau von Waschbecken in der Grundschule, das Sicherheitskonzept, die EDV-Ausstattung und den Erhalt des Baumbestands ergeben.

Keine allzu großen Änderungen hat es bei den Außenanlagen gegeben. "Die Kinder sollen Raum zum Entdecken haben", betonte Landschaftsarchitekt Simon Rochert vom Büro Hinnenthal Schaar. Und Architekt Martin Werner von der Raum und Bau Planungsgesellschaft bilanzierte, dass nahezu alle Wünsche erfüllt werden konnten, die Neustifter Schüler bei einer Befragung geäußert hatten.

Den Stadträten ist nun vor allen Dingen daran gelegen, das Projekt so schnell wie möglich durchzuziehen. An diesem Donnerstag soll der Stadtrat seine Zustimmung geben. Im November will die Verwaltung den Bauantrag vorlegen. Ein Jahr später sollen der Kostenvoranschlag vorliegen und die ersten Bauleistungen vergeben werden. Vorbereitende Maßnahmen auf der Baustelle sind noch für den Herbst 2019 geplant. Die eigentlichen Arbeiten beginnen im Frühjahr 2020. "Wir hoffen, dass wir das alles einhalten, damit am 12. September 2022 die ersten Schüler mit ihren Schultüten in die neue Schule rein marschieren können", sagte Bürgermeisterin und Sitzungsleiterin Eva Bönig (Grüne). "Zeit ist Geld", betonte Ricarda Schindler (FSM) mit Blick auf Kosten, die durch Verzögerungen entstehen könnten. Aufgrund der konjunkturellen Lage sind Handwerksdienste derzeit teuer.

Susanne Günther (Grüne) lobte die IT-Ausstattung, für welche die Stadt sehr viel Geld ausgebe, dafür aber vom Staat nur einen Bruchteil zurückerstattet bekomme. Monika Schwind (FSM) versicherte sich, ob eine so genannte "Wurzelbrücke" nicht nur dem Schutz dreier Bäume diene, sondern auch dem der Kinder, die stolpern könnten. Diese kostet nämlich 150 000 Euro. Eva Bönig verteidigte diese Maßnahme des Baumerhalts. "Wir verlangen von jedem Privaten, dass er Bäume erhält", betonte sie. Da müsse die Stadt mit gutem Beispiel vorangehen. Naujokat betonte, er sei froh, dass eine technische Lösung gefunden worden sei. Denn die drei Bäume in der Nähe der Weinmillerstraße seien städtebaulich und für das Erscheinungsbild des Baus von großer Bedeutung.