Freisinger Volksfest Größer, schöner, sicherer

Am 7. September wird angezapft: Die neuen Festwirte kommen mit vielen Ideen und einem modernen Zelt nach Freising.

Von Kerstin Vogel

Wenn Tobias Eschenbacher am Freitag, 7. September, zum ersten Mal als Freisinger Oberbürgermeister das Volksfest eröffnet, dann feiern mit ihm auch neue Festwirte Premiere: Ludwig und Stefanie Tauscher, die in Deggendorf das Wirtshaus "Zum Ochsenwirt" betreiben, lösen den langjährigen Wirt Gerhard Widmann ab. Sie bringen viele Ideen und ein Festzelt mit, das in dieser Größe in Freising erstmalig aufgebaut wird. Erfreulich wenige Veränderungen gibt es dagegen bei den Preisen: Die Maß Bier wird mit 6,30 Euro um 20 Cent teurer, das Hendl kostet 7,30 Euro, dafür sind nicht-alkoholische Getränke sogar etwas billiger zu haben.

Für Eschenbacher wird die Feuertaufe zum Volksfestauftakt nicht nur darin bestehen, das erste Fass Bier ordentlich anzuzapfen - er wird auch irgendwie für anständiges Wetter sorgen müssen, wie Festreferent Erich Irlstorfer am Montag frotzelte: Schließlich habe Amtsvorgänger Dieter Thalhammer das in den vergangenen 18 Jahren immer hinbekommen. Sollte das mit dem Sonnenschein klappen, könnte Eschenbacher dann einen deutlich größeren Auszug zum Festplatz erleben, als es dem Alt-OB vergönnt war. Irlstorfer kündigte "mehr teilnehmende Vereine" und ein "schöneres Erscheinungsbild" an.

Auch der Festplatz soll aufgewertet werden - und dafür haben einige Budenbetreiber dem Festreferenten zufolge auch investiert. So soll unter anderem die Fischbraterei optisch an den Stand von Schweller und die Weihenstephaner Hütte angeglichen werden; die Hütte selber übrigens wird in diesem Jahr von Thierry Willems, dem Pächter des Freisinger Bräustüberls, betrieben. Die Stadt hat zudem 12 000 Euro für die Verbesserung der Versorgungsleitungen am Volksfestplatz ausgegeben, wie es am Montag bei der Präsentation des Programms hieß. Das hochmoderne, helle Zelt der Tauschers bietet insgesamt Platz für 740 Garnituren - in einheitlichem Naturholz, wie Irlstorfer betonte. In den Boxen gebe es künftig statt der Biertische eine alte Wirtshausbestuhlung und Stofftischdecken. Im Biergarten ist ein Teil der Tische überdacht - auch Raucher sollen sich wohlfühlen können. Direkt am Haupteingang will Ludwig Tauscher statt der Küche sechs zusätzliche Boxen anbieten, drei davon sollen als Themenboxen gestaltet werden. Die Bar, die bisher neben den Toiletten lag, wird heuer genau gegenüber zu finden sein. Sie trägt den interessanten Namen "Hirschkussbar", den sie einem im Vergleich zum Marktführer etwas weniger bekannten Kräuterschnaps verdankt. Der Sanitärbereich bleibt kostenfrei und wird um einen Schminkraum für Damen ergänzt.

Die Speisekarte für das bevorstehende Volksfest nannte Irlstorfer "größer und reichhaltiger" als bisher. Als Highlight gibt es an den Volksfestsonntagen Ochsen vom Spieß - man sei schließlich bekannt als der "Ochsenwirt", so Tauscher. Als Mittagstisch gibt es wechselnde Gerichte für 6,50 Euro. Natürlich halten die neuen Festwirte am traditionellen Dienstagabend mit der beliebten Showkapelle "Dolce Vita" fest, diesmal sollen neben bekannten Volksfestbands aber auch Gruppen der Freisinger Musikschule im Festzelt spielen. Der Volksfestlauf findet erst am zweiten Volksfestsonntag statt und ist laut Sebastian Wanzke, dem Chef des Stadtverbands für Sport, "beim LC Freising wieder in den besten Händen". Auftakt zum großen Volksfestschießen ist wie üblich am Eröffnungstag. Ausgerichtet wird es bei den Wildschützen - und auch hier erwartet Oberbürgermeister Eschenbacher natürlich eine kleine Premiere: beim traditionelle Prominentenschießen.

Ein großes Augenmerk möchte Festreferent Irlstorfer in diesem Jahr auf das Thema "Sicherheit" richten - und hier speziell auf Jugendliche, die sich schon vor dem Volksfest mit alkoholischen Getränken zum "Vorglühen" versammeln. Hier seien Kontrollen durch Security-Mitarbeiter geplant, sagte er, räumte auf Nachfrage jedoch ein, dass nicht an eine Aufstockung des Personals gedacht sei und man als Stadt außerhalb des Volksfestgeländes auch gar keine Handhabe dafür habe. Besser geregelt werden soll der Lieferverkehr zum Festzelt. Um die Zufahrten frei zu halten, solle unter anderem das Personal nicht mehr direkt am Zelt parken können, so Irlstorfer.