Süddeutsche Zeitung

Freisinger Krankenhaus:Maren Kreuzer ist neue Geschäftsführerin

Interimschefin tritt im Klinikum die Nachfolge von Andreas Holzner an

Der Aufsichtsrat des Freisinger Klinikums hat Maren Kreuzer zur neuen Geschäftsführerin ernannt. Die 54-Jährige tritt damit die Nachfolge von Andreas Holzner an, der im Juni abberufen worden war, wie das Krankenhaus mitteilt. Kreuzer hatte den Posten bereits übergangsweise übernommen. Die Diplom-Kauffrau und gebürtige Kielerin war seit Dezember 2017 kaufmännische Leiterin und Prokuristin der Klinikum Freising GmbH. Seit Juni 2019 ist sie zudem Geschäftsführerin der Medtralog Service GmbH, der Servicegesellschaft des Klinikums, und des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ).

In seiner konstituierenden Sitzung im Juni hatte der Aufsichtsrat eine konzeptionelle Neuausrichtung des Klinikums beschlossen, begleitet von einer neuen Spitze des Freisinger Krankenhauses. Zu diesem Zweck hatte der Aufsichtsrat eine Task Force einberufen; diese hat mittlerweile ihre Arbeit aufgenommen. Bis Ende März 2021 solle ein Plan zur Neuausrichtung erarbeitet werden, meldet das Klinikum.

Maren Kreuzer sei diesen Weg "von Anfang an überzeugt mitgegangen". Kommunikation und Zusammenarbeit im Klinikum funktionierten gut, heißt es aus dem Krankenhaus weiter. Landrat Helmut Petz (Freie Wähler) sagte in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender: Man sei "zuversichtlich, dass es auf der Grundlage der konzeptionellen Arbeit der Task Force und im Zusammenwirken mit Frau Kreuzer gelingen wird, das Klinikum Freising im Sinne einer qualitätsvollen medizinischen Versorgung der Menschen im Landkreis zukunftsfähig zu machen":

Geschäftsführer Holzner und der Landkreis Freising hatten im Juni ihre Zusammenarbeit beendet - in beiderseitigem Einvernehmen, wie es in einer Presseerklärung des Landratsamtes dazu hieß. Als Grund für die Beendigung der Zusammenarbeit wurden darin unterschiedliche Auffassungen zur Ausrichtung des Klinikbetriebs genannt. Die Freisinger SZ hatte in der Vergangenheit berichtet, dass das Verhältnis der Ärzteschaft zu Holzner angespannt war. Im Vorfeld der nicht öffentlichen Aufsichtsratssitzung, in der die Trennung beschlossen wurde, war aus Kreisen des Klinikums zu vernehmen gewesen, dass eine schriftliche Beschwerde der Chefärzte gegen Holzner vorliege.

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Quelle:
SZ vom 29.10.2020 / ilos/vo
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