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Freisinger Köpfe:Von Trauung bis Trennung

„Tradierte kultische Handlungen geben Halt, sie schaffen einen sicheren Rahmen“, sagt Andrea Huber.

(Foto: Marco Einfeldt)

Andrea Huber begleitet Menschen in emotionalen Momenten

Die Moosburgerin Andrea Huber arbeitet freiberuflich als Gestalterin von Ritualen und Zeremonien und bietet Fortbildungen an. Seit elf Jahren gestaltet und leitet sie Zeremonien, um Menschen in den Übergängen ihres Lebens zu unterstützen. Das kann eine freie Trauung sein, ein Fest, um ein Kind in der Familie willkommen zu heißen, ein Trennungsritual oder eine Feier, um den Übergang in den Ruhestand zu würdigen. Alles recht emotionale Momente, in denen es gut tut, eine Begleitung zu haben. Einen Großteil ihrer Arbeit machen Abschiedsfeiern und Beerdigungen aus. Im Vorfeld nimmt sie sich Zeit, die Angehörigen und über sie den Toten kennen zu lernen, so dass während der Feier seine Charakterzüge aufscheinen können. Sie klärt mit den Hinterbliebenen, welche Symbole, Texte und Musik gewünscht sind, ob ein Gebet oder ein Segen gesprochen werden soll. Manchmal wird Andrea Huber auch von Menschen beauftragt, die schon zu Lebzeiten ihre eigene Trauerfeier planen.

Nach einem Zeitungs-Volontariat studierte Andrea Huber zunächst katholische Theologie und Anglistik. Es folgten unter anderem eine Ausbildung zur Logotherapeutin am Süddeutschen Institut für Logotherapie und eine Ausbildung zur Visionssuche-Begleiterin an der School-of-Lost-Borders.

© SZ vom 20.04.2020 / bt

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