Freisinger Köpfe:Von Porto Seguro nach Freising

Freisinger Köpfe: Pepito Anumu.

Pepito Anumu.

(Foto: Marco Einfeldt)

In seiner neuen Heimat wird Pepito Anumu zum Künstler

Seit 20 Jahren hat Pepito Anumu seinen Lebensmittelpunkt in Freising. Seine Reise begann 1995, als er seine Heimatstadt Porto Seguro in Togo aus politischen Gründen verließ und nach mehreren Zwischenstationen in Deutschland seiner Frau hierher folgte. Bei Hawe Hydraulik arbeitet 50-Jährige als Innenschleifer. Für Anumu ist das die Voraussetzung, um in Ruhe der Malerei nachgehen zu können.

Seine Werke stellt er nicht nur im Landkreis Freising aus, Ausstellungen fanden bereits in München, Landshut, Österreich und den Niederlanden statt. Die jüngste Ausstellung, die in der Volkshochschule in Moosburg zu sehen war, widmete der 50-Jährige dem Thema Kinderrechte. Da ihm seine Eltern als Kind das Malen verboten hatten, setzt Anumu sich umso mehr dafür ein, jungen Menschen einen Zugang zu Bildung und kreativer Entfaltung zu ermöglichen.

Ganz konkret plant Anumu dies für das nächste Schuljahr. Er will mit einer Ganztagsschule zusammenarbeiten und in der Nachmittagsbetreuung einmal die Woche eine Kreativstunde anbieten. Es sei leicht, Kinder für Kunst zu begeistern, sagt Anumu. "Man muss ihnen Zeit geben, dann funktioniert das von allein."

Nachdem der Landkreis Freising sein künstlerisches Engagement 2012 mit dem Kulturförderpreis gewürdigt hatte, folgten 2018 der Kunstpreis Artus, den die freie Kunstakademie Eigenart vergibt, sowie der Recognition Prize der Jury des Palm Art Award.

© SZ vom 16.08.2021 / adhe
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