Freisinger Köpfe:Lerchenfelder Realismus

Freisinger Köpfe: Ernst Berg.

Ernst Berg.

(Foto: Marco Einfeldt)

Ernst Berg wirbt für Straßen, sieht sich aber nicht als Autolobbyist.

Eines muss man ihm lassen: Mit seiner Meinung hält Ernst Berg ()nicht hinter dem Berg. Egal, ob es sich um Verkehrsangelegenheiten handelt, um Schulprobleme, um Politik oder um Basketball, bei ihm weiß man immer, woran man ist. In den vergangenen Jahren hat er sich dabei den Ruf als Autolobbyist erworben. Aber das stimmt nicht, wie der ehemalige Stadtrat und pensionierte Konrektor sagt. Er sieht sich vielmehr als Realist, was die Verkehrssituation in Freising, speziell in Lerchenfeld, und das Verhalten der Autofahrer betrifft. Neue (Umgehungs-) Straßen nützten seiner Meinung nach nicht nur Autofahrern, sondern auch Radlern, und schützten die Anwohner vor Lärm und Gestank.

Ernst Berg wurde 1951 in Freising geboren, besuchte das Camerloher Gymnasium, studierte an der TU und LMU Stadt- und Sozialgeografie, Mathematik sowie Lehramt an Volksschulen. Von 1979 bis 2017 war er Lehrer und von 2010 an Konrektor an der Grund- und Mittelschule Zolling. Er war verantwortlich für Stundenplangestaltung, Lehrmittelverwaltung und die Lehrerbücherei, baute die Schul-Website auf und war Verkehrs- und Sicherheitsbeauftragter. Von 1998 bis 2017 war er Vorsitzender im Arbeitskreis "Sport in Schule und Verein" und mit der Organisation aller sportlichen Wettkämpfe im Landkreis betraut. Dazu war er Mitglied im Bezirksausschuss Schulsport, Koordinator von "Sport nach 1" an den Landkreisschulen und Mitglied im Personalrat aller Grund- und Mittelschulen.

Beim TSV Jahn Freising fungierte er fast 20 Jahre als Abteilungsleiter Basketball und führte die erste Mannschaft an die Spitze der 1. Regionalliga. Politisch engagierte sich Berg bei den Freien Wählern und wurde 2008 in den Freisinger Stadtrat gewählt. Eine Wiederwahl 2014 und 2020 schaffte er nicht. Aktuell ist er zweiter Vorsitzender der Freien Wähler. "Damit es mir nicht langweilig wird", ist er seit seiner Pensionierung 2017 zudem als Dozent für berufsbezogenes Deutsch, Mathematik und Englisch tätig. Und wenn dann mal Zeit übrig bleibt, geht er mit seiner Frau Amanda, die er 1976 geheiratet und mit der er zwei Söhne hat, gerne auf Reisen. Wie er die Freisinger Verkehrsprobleme lösen würde, erklärt Berg im SZ-Interview.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB