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Freisinger Köpfe:Jeder kann mitmachen

Der 54-jährige Elektrotechniker Alfred Baur ist Vorsitzender der Kolpingsfamilie Au.

(Foto: Marco Einfeldt)

Alfred Baur ist seit 25 Jahren Vorsitzender der Kolpingsfamilie Au.

Von Katharina Aurich, Au

Das Matratzenlager über der Theaterbühne im Gasthaus Bachwirt in Au, in dem wandernde Handwerksgesellen übernachteten, das gibt es nicht mehr. Und auch die Theaterbühne ist schon längst Geschichte. Aber der Verein, der diese Angebote organisierte, die Kolpingsfamilie Au, ist heute lebendiger denn je. Die Mitgliederzahl steigt und statt einer Kammer für wandernde Gesellen organisiert der Vorstand heuer zum Beispiel einen digitalen Faschingsball und eine Online-Bierverkostung.

Ziel des 1913 in Au gegründeten, katholischen Vereins war es damals und ist es heute, das gesellige Leben zu stärken, Menschen zusammenzubringen und Familien zu unterstützen. Seit 1996 ist Alfred Baur , der in Au aufwuchs und schon als Jugendlicher Mitglied der Kolpingsfamilie wurde, ihr Vorsitzender. Der Verein gehört zum Kolpingwerk, einem der größten katholischen Sozialverbände, das sich weltweit engagiert. Die Kolpingsfamilie in Au sei zwar der katholischen Kirche verbunden, stehe aber Menschen aller Konfession und auch Konfessionslosen offen, sagt Baur. Der Verein sei in Au sehr bekannt und jeder könne mitmachen.

Der 54-jährige Elektrotechniker konstruiert in seinem Berufsalltag elektrische Schaltungen und entwirft neue Geräte. Seine Familie, seine Frau und die beiden inzwischen erwachsenen Kinder, engagieren sich ebenfalls im Verein, bremsten ihn aber manchmal wieder ein, wenn er sich gar zu sehr engagiere, schildert der Vorsitzende.

Im SZ-Interview berichtet Baur, wie man einen katholischen Verein erfolgreich führt, warum das Spaghettifest jedes Jahr ein großer Erfolg ist und wie der Verein in Coronazeiten einen digitalen Faschingsball und Krimilesungen organisierte, an denen man online, aber auch am Telefon teilnehmen konnte.

© SZ vom 01.03.2021/ilos
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