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Freisinger Köpfe:Ideen anstoßen und umsetzen

Rudolf Weichs, Leiter der Grund- und Mittelschule Hallbergmoos und stellvertretender Kreisvorsitzender des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV).

(Foto: Marco Einfeldt)

Ein Schulleiter ist für Rudolf Weichs Zentralstelle im Bildungswesen

Von Alexandra Vettori, Hallbergmoos

Der Lehrerberuf hat sich grundlegend verändert, vom "Herr des Klassenzimmers", der seiner Klasse eher als "Einzelkämpfer" Wissen vermittelt, hin zum "Teamplayer" mit enorm gestiegenen Anforderungen. Der das sagt, weiß, von er spricht. Rudolf Weichs () ist nicht nur Leiter der Grund- und Mittelschule Hallbergmoos, sondern auch stellvertretender Kreisvorsitzender des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV): "Allein, wenn man nur die vielen notwendigen Gespräche mit externen Stellen, Schulberatungen, Schulpsychologen, Nachmittagsbetreuungen, Teamabsprachen im Jahrgangsstufenteam und Vieles mehr betrachtet." Und dann kam im Vorjahr Corona, und die Veränderungen wurden noch rasanter. "In der Schulleitung wird man inzwischen etwa über zehn Kommunikationskanäle angesprochen", erzählt Weichs.

Die Schullandschaft im Landkreis kennt er gut: Die ersten 20 Berufsjahre war Rudolf Weichs Lehrer und Konrektor der Grund- und Mittelschule Eching, von 2009 an leitete er die Grundschule St. Korbinian in Freising und seit 2014 die Grund- und Mittelschule Hallbergmoos. Dass er sich beim BLLV und als stellvertretender Personalratsvorsitzender im Landkreis engagiert, erklärt er so: "Ich habe ganz früh gemerkt, dass es den Schülern am besten geht, wenn es den Lehrkräften gut geht!" Und der beste Weg zu zufriedenen Lehrkräften sei, entsprechende berufliche Rahmenbedingungen zu schaffen.

Nach seiner Person gefragt berichtet der "circa" 60-Jährige aus "Waldmünchen in der schönen Oberpfalz", dass er in Cham das Abitur gemacht, in Regensburg Lehramt für Grundschulen studiert hat, seit 1985 in Neufahrn wohnt, verheiratet ist, zwei erwachsene Töchter hat und leidenschaftlich gerne Tennis spielt.

Den Wunschberuf Schulleiter hält Weichs immer noch überaus hoch und als wichtige Zentralstelle im Bildungswesen, auch wenn es manchmal sehr fordernd sei. "Aber er bietet viele Möglichkeiten, Ideen anzustoßen und umzusetzen und man hat mit den unterschiedlichsten Leuten "von klein bis groß" zu tun." Dass Corona auch Gutes gebracht hat, wie manche Menschen finden, kann Weichs kaum bestätigen: "Außer einer rascheren Entwicklung der digitalen Infrastruktur durch die finanziellen Zuschüsse an die Gemeinden sehe ich keine nennenswerten positiven Auswirkungen der Coronakrise. Sie ist und bleibt einfach Mist!"

© SZ vom 25.01.2021
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