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Freisinger Köpfe:Großer Erfahrungsschatz

FREISING: Aktivsenior BERND HOFF -Montags-Interview
(Foto: Johannes Simon)

Bernd Hoff unterstützt Menschen, die sich selbständig machen wollen

Bernd Hoff ist in einer Arztfamilie groß geworden: Sein Vater war Zahnmediziner, sein Bruder Arzt und seine Schwester medizinisch-technische Assistentin. Auch der heute 77-Jährige studierte zunächst Zahnmedizin, brach dann aber das Studium nach acht Semestern und abgelegtem Vorphysikum ab. "Der Grund war finanzieller Art und mehr Interesse an allgemeinmedizinischen Themen", sagt Hoff.

Danach wechselte Bernd Hoff, der in der Lutherstadt Wittenberg geboren wurde, in die Industrie: Er war viele Jahre lang im Medizinisch-Diagnostischen Dienst tätig und arbeitete als Diagnostikreferent in München. Ende der Neunzigerjahre wurde Hoff dann Opfer der damaligen Entlassungswelle, auch der damals 58-Jährige wurde arbeitslos. "Ich habe das sehr heftig gespürt", sagt er. Das habe ihn geprägt. Heute, als Aktivsenior, könne er sich bei den Gesprächen mit jungen arbeitslosen Akademikern sehr gut in deren Situation versetzen, er besitze Empathie, sagt er.

Nach verschiedenen beruflichen Stationen zog Bernd Hoff gemeinsam mit seiner Frau im Jahr 2000 nach Freising. Das war einem Zufall geschuldet: Seine Tochter lebte damals bereits mit ihrem Mann in der Domstadt, beiden gefiel es gut hier, die Familie wollte zusammen sein. Schon seit Sommer 1998 engagiert sich Bernd Hoff ehrenamtlich bei dem Verein Aktivsenioren Bayern. "Ein Jungunternehmer aus unserem Bekanntenkreis hatte mich auf diesen Verein aufmerksam gemacht", erzählt er. In den vergangenen 20 Jahren half Hoff mit seinem Erfahrungsschatz und seinem Wissen vielen Menschen dabei, sich selbständig zu machen. "Jede Begegnung bedeutet, etwas Neues kennenzulernen", sagt er. Oft seien es tolle Ideen, die ihm vorgestellt werden. Zu erleben und mitzuhelfen, daraus ein erfolgreiches Unternehmen zu machen, findet er immer wieder spannend.

© SZ vom 15.06.2020 / regu

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