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Freisinger Köpfe:Für Klimaschutz auf dem Campus

Anke Neumeier hat die Ortsgruppe von "Fridays for Future" im Frühjahr mitaufgebaut.

(Foto: Marco Einfeldt)

Anke Neumeier organisiert die "Students for Future" in Freising.

Wer an den freitäglichen Klimaprotesten am Freisinger Kriegerdenkmal teilnimmt, dem dürfte der Name Anke Neumeier vertraut sein. Die 28-Jährige hat die Ortsgruppe von "Fridays for Future" im Frühjahr mitaufgebaut. Sie studiert an der TU München in Weihenstephan und mobilisiert seit einiger Zeit auch am Campus für den Klimaschutz. Zuletzt beteiligten sich die Studierenden an der bundesweiten Public Climate School vor dem zweiten globalen Klimastreik.

Neumeier, die auf der Schwäbischen Alb aufgewachsen ist, studierte zunächst Internationale Beziehungen an der Hochschule Rhein-Waal in Kleve in Nordrhein-Westfalen. Dort habe sie sich erstmals mit der Klimakrise auseinandergesetzt, sagt sie. Als Arbeiterkind sei sie mit dem Thema soziale Ungerechtigkeit früh konfrontiert gewesen. Schon im Teenageralter habe sie aber gemerkt, "dass es noch eine viel krassere Schere zwischen globalem Norden und globalem Süden gibt". Sie habe sich gefragt: "Woher kommt soziale Ungerechtigkeit, worauf fußt das? Und so bin ich zur Klimagerechtigkeit gekommen."

Um neben den politischen auch die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge der Klimakrise zu verstehen, zog sie vor drei Jahren für den Masterstudiengang Sustainable Resource Management (Nachhaltiges Ressourcenmanagement) nach Freising. Zivilgesellschaftlich engagiert sei sie schon länger, sagt Neumeier, meistens im Bereich politische Bildung. Auf einer "Fridays for Future"-Demo sei sie das erste Mal im Januar gewesen. "Da war ich so glücklich zu sehen: Da sind Menschen, denen ist wichtig, was da vor sich geht. Da habe ich gemerkt, dass ich nicht allein bin und dass wir eine Chance haben, die Erderwärmung auf eineinhalb Grad zu begrenzen. Da hab ich für mich gesagt: Jetzt muss ich was machen."