Freisinger Köpfe:Faszination für die Technik

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(Foto: Marco Einfeldt)

Florian Wigger ist Brückenexperte und Raumfahrtingenieur

Von Henrike Adamsen

Die Faszination für die Technik ist Dreh- und Angelpunkt im Leben von Florian Wigger, Gruppenführer der Fachgruppe Brückenbau des Technischen Hilfswerk Freising. "Wer sich mit dem Fliegen auseinandersetzen will, aber kein Pilot werden kann, überlegt sich schnell, ob er nicht Luft- und Raumfahrtingenieur wird", erklärt der 40-Jährige sein Studium an der Hochschule München und seine beruflichen Stationen bei Unternehmen der Airbus Gruppe. Momentan ist er verantwortlich für den Bereich Produktionsengineering bei der Areane Group. Er fertigt also die Antriebstechnik, die die Raketen Areane 5 und 6 dazu befähigt, Satelliten ins All zu transportieren. Bei drei Produkten, die nun im Weltall unterwegs sind, habe er schon mitgewirkt, berichtet Wigger. "Das ist noch mal was ganz Besonderes, weil wir technisch an die Grenzen des Machbaren gehen."

Für seine Einsätze mit dem THW muss ihn sein Arbeitgeber im Rahmen des Katastrophen- und Zivilschutzes freistellen, so auch bei dem sechstägigen Bau der Behelfsbrücke in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Motivation für das Ehrenamt ist auch hier die Technik, insbesondere die Begeisterung, in seiner Freizeit Krahn fahren zu können. "Aber eben nicht im eigenen Garten, sondern um etwas Sinnvolles zu tun und Menschen mit Technik zu helfen", betont der gebürtige Münchner. Zudem liegt das Ehrenamt in seiner Familie und der seiner Frau. "Mein Papa hat mir das vorgelebt. Bei uns wird das Ehrenamt großgeschrieben."

© SZ vom 09.08.2021
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