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Freisinger Köpfe:Endlich ganz in Freising

Anja Bungartz-Pippig.

(Foto: Marco Einfeldt)

Anja Bungartz-Pippig ist neue Caritas-Geschäftsführerin.

Von Gudrun Regelein, Freising

Alteingesessenen Freisingern ist der Name Bungartz bekannt: Die Familie ist bereits seit vielen Jahren in der Domstadt. Anja Bungartz-Pippig (), geborene Bungartz, hat zwar immer in anderen Städten gearbeitet - aber die meiste Zeit hat sie dennoch als Pendlerin in Freising gelebt. "Hier habe ich meinen Lebensmittelpunkt", sagt die 40-Jährige. Seit Anfang November - sie hat die Stelle als eine von zwei Geschäftsführerinnen der Caritas-Zentren Freising und Erding angetreten - arbeitet sie nun auch erstmalig in der Domstadt. "Das habe ich mir immer gewünscht. Hier ist und bleibt immer meine Heimat."

Nach ihrem Abitur ging es für Anja Bungartz-Pippig aber zum Magisterstudium der Politikwissenschaften in Kombination mit Spanisch erst einmal nach Regensburg und später nach München. Danach folgte ein Praktikum bei der Akademie der politischen Bildung in Tutzing. Dort lernte sie den damaligen Landesgeschäftsführer der CSU, Markus Zorzi, kennen und über ihn kam es zu einem Treffen mit der damaligen neuen CSU-Generalsekretärin Christine Haderthauer. 2007 war das, erzählt Bungartz-Pippig.

Die beiden Frauen waren sich sympathisch und die Freisingerin wurde als Quereinsteigerin, die nicht aus der Politik kam, die persönliche Referentin Haderthauers. Das blieb sie auch, als Haderthauer 2008 Sozialministerin wurde. Erst als ihre Chefin in die Staatskanzlei berufen wurde, trennten sich nach fünf Jahren die Wege der beiden Frauen: Bungartz-Pippig blieb als Regierungsdirektorin im bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales. Dort arbeitete sie zuletzt im Fachreferat Seniorenpolitik.

Vor einem Jahr schließlich suchte sie sich für ihren Außendienst im Ministerium die Caritas aus und lernte in der Zentrale in München die verbandsinterne Arbeit kennen. "Als ich dann von der Stellenausschreibung für die Kreisgeschäftsführung in Freising hörte, wusste ich, dass das eine wahrscheinlich einmalige Chance ist, hier nicht nur mit meiner Familie zu leben, sondern auch zu arbeiten." Sie bewarb sich - und bekam die Zusage.

Derzeit arbeitet sie sich nicht nur in ihre neue Aufgabe ein, sondern auch die Familie stelle sich gerade neu auf, erzählt Bungartz-Pippig. Die drei Kinder, das jüngste ist gerade drei, müssen sich erst an die Situation gewöhnen. "Ich kann sie nun unkompliziert mittags von der Schule und der Kita abholen", sagt sie. Und mit ihrem Mann hat sie nun noch mehr Gesprächsstoff: Auch er arbeitet nämlich für die Caritas. Er ist der Leiter der Behindertenwerkstätten in Dachau.

© SZ vom 30.11.2020 / regu/ilos
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