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Freisinger Köpfe:Eine Stütze der Stadtgesellschaft

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Hilde Meindl.

(Foto: Simon Faderl)

Hilde Meindl ist seit Jahrzehnten ehrenamtlich in Freising aktiv.

Schon seit Jahrzehnten engagiert sich Hilde Meindl (Foto: Simon Faderl) ehrenamtlich in Freising. Sie ist Leiterin des Lerchenfelder Seniorentreffs, Co-Vorsitzende der KAB Lerchenfeld, Sprecherin der Projektgruppe Seniorinnen und Senioren des Agenda-21-Sozialbeirats und Ehrenmitglied des Vereins D'Wildschützen Neustift. Ihre Arbeit wird in der Erzdiözese und in der Stadt sehr geschätzt. "Menschen wie Sie tragen wesentlich zum Zusammenhalt unserer großen Stadtgesellschaft bei", lobte OB Tobias Eschenbacher, als er ihr 2016 die Freisinger Stadtmedaille verlieh. Schon vor zehn Jahren wurde Hilde Meindl mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten fürs Ehrenamt ausgezeichnet. Sie hat einen Sohn und zwei erwachsene Enkeltöchter.

Hilde Meindl wurde 1943 als Hilde Roth im Deutschen Haus, dem heutigen Abseits, geboren und wohnte bis zum siebten Lebensjahr in Neustift. Ihr Vater Josef Roth war Vorsitzender des Vereins D'Wildschützen und "weil ich schon immer ein braves Mädchen war", sei sie auf seinen Wunsch schon früh als "Schützenliesl" unterwegs gewesen und dem Verein dann auch als eine der ersten Frauen beigetreten. Seit 55 Jahren ist sie dort nun schon aktives Mitglied. In Lerchenfeld fand sie schnell Anschluss bei der Katholischen Jugend und leitete Jugendgruppen an. Als sie aus der Jugendarbeit "herausgewachsen" war, den guten Kontakt zur Pfarrgemeinde St. Lantpert aber nicht abreißen lassen wollte, schloss sie sich auf Wunsch ihrer Mutter dem Lerchenfelder Mütterverein an. 1963 heiratete sie den späteren Stadtrat Ludwig Meindl, der 1998 starb.

Nachdem das neue Pfarrheim fertiggestellt war, forderte der damalige Stadtpfarrer Franz Xaver Huber, es nun auch mit Leben zu füllen. Und so organisierte Hilde Meindl, die gelernte Damenschneiderin, Bastelabende und Nähkurse. In der Folge wurde aus dem Mütterverein die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland. Die gibt es zwar inzwischen nicht mehr in Lerchenfeld, den Lerchenfelder Seniorentreff aber schon, und das seit nunmehr 45 Jahren. Was sich dort in Corona-Zeiten tut und wie die Lerchenfelderin Sprecherin der Agendagruppe wurde, erzählt Hilde Meindl im Interview.

© SZ vom 11.01.2021 / ki
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