bedeckt München 28°

Freisinger Krankenhaus:Andreas Holzner nimmt Abschied

Klinikum-Geschäftsführer und Landkreis gehen getrennte Wege

Klinikum-Geschäftsführer Andreas Holzner und der Landkreis Freising haben in beiderseitigem Einvernehmen ihre Zusammenarbeit beendet. Dies ist das Ergebnis einer Aufsichtsratssitzung vom Dienstag, wie das Landratsamt in einer Presseerklärung mitteilt. Grund für die Beendigung der Zusammenarbeit seien unterschiedliche Auffassungen zur Ausrichtung des Klinikbetriebs.

Der Aufsichtsrat der Klinikum Freising GmbH habe in seiner konstituierenden Sitzung eine konzeptionelle Neuausrichtung des Klinikbetriebs beschlossen, heißt es in der Pressemitteilung. Der Landkreis ist Träger des Krankenhauses. Diese Neuausrichtung solle die qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis sichern. Aufgrund bestehender unterschiedlicher Auffassungen hätten sich Holzner und der Landkreis dazu entschlossen, getrennte Wege zu gehen. Die konzeptionelle Neuausrichtung solle durch einen personellen Neubeginn in der Geschäftsführung eingeleitet werden, heißt es in der Presseerklärung. Gleichzeitig habe der Aufsichtsrat seinen Vorsitzenden, Landrat Helmut Petz, beauftragt, eine Task Force zu bilden, in der Ziele und Rahmenbedingungen für eine Weiterentwicklung des Klinikums erarbeitet werden sollen.

Zu Hintergründen, worin die unterschiedlichen Auffassungen bestanden, teilt das Landratsamt nichts mit. In der Vergangenheit hat die Freisinger SZ bereits darüber berichtet, dass das Verhältnis der Ärzteschaft zu Holzner angespannt ist. Im Vorfeld der nicht öffentlichen Aufsichtsratssitzung war aus Kreisen des Klinikums zu vernehmen, dass eine schriftliche Beschwerde der Chefärzte gegen Holzner vorliege.

© SZ vom 25.06.2020/beb

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite