Freisinger Einzelhandel:Lieferengpässe in Freising

Lesezeit: 1 min

Einige Produkte sind derzeit nur schwer zu bekommen

Von Charline Schreiber, Freising

Im Einzelhandel haben Kunden derzeitig weniger Auswahl im Warenangebot als üblich. Global stockende Lieferketten sorgen für eine Reduktion in der Produktvielfalt und das hat auch Auswirkungen auf die Geschäfte in Freising. Monika Stanglmeier, Geschäftsführerin des Spielwarengeschäfts Hölzlkrämer in Freising, berichtet, dass die Stückzahlen vieler Produkte reduziert worden seien.

Für die Lieferengpässe in ihrem Geschäft nennt sie mehrere Gründe: Es fehle weiterhin an Zulieferern, manche Artikel kämen aus Fernost. Ein Teil ihrer Ware werde aber auch in Behindertenwerkstätten gefertigt, die durch die Corona-Pandemie partiell geschlossen waren. Betroffen seien alle Bereiche ihrer Produktpalette, im Besonderen aber die Ostheimer Spielwaren, kleine Figuren aus Holz. Es mangele an der Zulieferung des Rohstoffs Holz, weshalb der Bestand der Figuren nicht stabil sei. Dennoch sei das Angebot im Laden groß: "Wir haben genug Ware verfügbar, da muss jetzt niemand Angst haben. Die Kunden müssen nur teilweise auf Alternativen umsteigen", sagt Stanglmeier.

Der Drogeriemarkt Müller, der ebenfalls Spielwaren anbietet, ist in Freising von einem Spielzeugmangel bei der Marke Playmobil betroffen. Weil Einzelteile, wie die elektronische Beleuchtung in den Spielsets, fehlen, könnten einige Produkte nicht angeboten werden. Das habe dem Markt der Außendienst des Spielzeugherstellers mitgeteilt. Aber auch hier könnten Kunden auf andere Waren umsteigen, heißt es von der Drogeriekette.

Im Outdoorladen Freiluftwerk in der Freisinger Innenstadt berichtet Inhaber Rainer Ströll von verspäteten Lieferungen. Besonders mit Nachbestellungen gebe es Probleme, denn auch die Lieferanten seien bei ihren Vorbestellungen zurückhaltender gewesen, weil die Abnahme pandemiebedingt nicht gesichert war, so der Geschäftsführer. Er selbst habe früh genug bestellt, diese Ware sei jetzt auch in den Regalen vorhanden. Einen Engpass gebe es im Freiluftwerk nur bei Metallprodukten wie Karabinern.

Trotz der gegenwärtigen Lieferprobleme und der dadurch fehlenden Ware - leere Regale müssen die Freisingerinnen und Freisinger im Einzelhandel nicht befürchten. "Es kann aber sein, dass Produkte schneller ausverkauft sind und Kunden nicht genau den Artikel bekommen, den sie sich wünschen", sagt Monika Stanglmeier.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB