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Freisinger KAB-Büro geschlossen:Forster soll sich Anwalt nehmen

Die Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) trennt sich von ihrem umstrittenen Diözesansekretär Rainer Forster. Aktuell hat er sich krank gemeldet. Das Büro in Freising ist daher nicht besetzt.

(Foto: Marco Einfeldt)

Der KAB-Vorstand empfiehlt Rainer Forster, sich einen Anwalt zu nehmen. Dieser hat sich krank gemeldet.

Das Büro der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) an der Unteren Hauptstraße ist vorübergehend nicht besetzt. So steht es auf der Internetseite des Diözesanverbands München-Freising - und: "Gerne steht Ihnen das Büro in München zur Verfügung." Der Platz, den Diözesansekretär Rainer Forster bis vor Kurzem inne hatte, ist also derzeit verwaist. Das habe aber nichts mit den aktuellen Auseinandersetzungen zwischen Forster und dem KAB-Vorstand zu tun, betont dessen Vorsitzender Dieter Thalhammer."Forster hat sich krank gemeldet." Dies sei schon vor den jüngsten Gesprächen mit ihm und um seine Person der Fall gewesen.

Was den Stand der Dinge in Sachen Forster anbelangt, will Thalhammer mit dem Verweis auf Personalangelegenheiten und ein schwebendes Verfahren nichts verraten. Nur so viel: "Wir haben ihm geraten, Kontakt zu einem Rechtsanwalt aufzunehmen", teilt Thalhammer mit. Momentan gebe es da nichts zu reden. Der Freisinger Diözesansekretär war bekanntlich in die Kritik geraten, weil er umstrittene Persönlichkeiten als Redner zu KAB-Veranstaltungen eingeladen hatte.

Viele sind sich nicht im Klaren darüber, um was für Leute es sich bei den eingeladenen Rednern handelte, sagt KAB-Vorsitzender Thalhammer

Ausgiebig beschäftigt haben sich der Vorstand der KAB sowie Orts- und Bezirksvorsitzende bei einem Gespräch am Montagabend mit der Person Forsters. "Er hat viele Befürworter", beschreibt Thalhammer die Situation. Seitens einiger KAB-Mitglieder sei dem Vorstand der Vorwurf gemacht worden, er sei angesichts der Berichterstattung über Forster vor den Medien eingeknickt. "Das haben wir strikt zurückgewiesen", betont Thalhammer. Er mutmaßt, dass sich viele KAB-Mitglieder gar nicht im Klaren darüber seien, um was für Leute es sich bei den von Forster eingeladenen Rednern handelte.

Forster hatte zuletzt nur noch Veranstaltungen durchführen dürfen, die der KAB-Vorstand genehmigt hatte. Das Fass zum Überlaufen gebracht hatte die Vorführung eines Films, in dem Freisinger Journalisten scharf angegriffen werden. Forster hatte diesen zwar formal als Privatperson gezeigt, der Bezug zur KAB war aber dennoch hergestellt.

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