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Nordostumfahrung fast fertig:Autofahrer können aufatmen

Am Montag ist es soweit, Freisings Nordostumfahrung auf der Bundesstraße B 301 geht nach vier Jahren Bauzeit in Betrieb. Bei Erlau wurde der Kreisel zum Anschluss der Nordostumfahrung gebaut.

(Foto: Marco Einfeldt)

Die Bundesstraße 301 zwischen Zolling und Freising wird nach fünf Monaten Sperre am Ende der Woche wieder freigegeben.

Von Petra Schnirch, Freising

Autofahrer auf der viel befahrenen B 301 können aufatmen. Ende der Woche wird die Straße zwischen Zolling und Freising nach fünfmonatiger Sperrung wieder freigegeben, die Bauarbeiten in Erlau sind nahezu abgeschlossen, wie das Staatliche Bauamt mitteilt. Ende November können dann voraussichtlich auch die Anwohner am Mainburger Berg in Freising mit Entlastung rechnen, wenn die 4,2 Kilometer lange Nordostumfahrung nach einer Bauzeit von vier Jahren fertig wird.

Seit Anfang Juni war an dem letzten Teilstück der Umgehung, dem nördlichen Anschluss bei Erlau, gearbeitet worden. Im Süden der kleinen Ortschaft sind ein Kreisverkehr und ein Durchlass für Fußgänger und Radfahrer entstanden. Auch die Ortsdurchfahrt Erlau wurde ausgebaut. Die Fahrbahn erhielt einen sogenannten lärmmindernden Belag. Auf beiden Seiten der Straße gibt es nun einen Gehweg, auf einer ist auch ein Radweg angelegt. Vermutlich am Freitagnachmittag sind die Arbeiten an der Bundesstraße in Erlau nach Auskunft des Staatlichen Bauamts abgeschlossen. Derzeit würden noch Markierungsarbeiten ausgeführt und Schutzplanken angebracht, teilt die Behörde mit. Außerdem müsse die Beschilderung fertiggestellt werden. Darüber hinaus seien die Bauunternehmen gerade dabei, Mulden und Gräben für die Entwässerung fertigzustellen, den Oberboden zu planieren und das Bankett zu befestigen.

Die Nordostumfahrung soll Ende November freigegeben werden

Der Anschluss bei Marzling ist bereits fertig. Vorerst wird der Verkehr über den neuen Kreisverkehr im Süden von Erlau auf der alten B 301 in Richtung Tüntenhausen und Freising weiter geführt. Die Nordostumfahrung selbst soll laut aktuellem Zeitplan in der vierten Novemberwoche für den Verkehr freigegeben werden. Damit ist das erste Straßenbau-Großprojekt in Freising demnächst fertig. Die Westtangente soll im September 2021 folgen.

Derzeit erhält die Nordostumfahrung den letzten Schliff: Auch dort stehen Markierungsarbeiten an, es fehlen noch einige Schutzplanken und Schilder. Außerdem sind Pflasterarbeiten an den Entwässerungsrinnen notwendig.

Die Kosten für das gesamte Projekt beziffert das Staatliche Bauamt mit 41,9 Millionen Euro. Dies entspreche der Fortschreibung aus dem Jahr 2019. Anfang 2018 war man noch von 29 Millionen ausgegangen.

Mit dem Bau waren in den vergangenen Jahren immer wieder Sperrungen und Behinderungen verbunden, vor allem am Knoten bei Marzling, wo die Umfahrung in die Staatsstraße 2350 mündet. Sie gilt somit als wichtiger Zubringer für Pendler aus dem nördlichen Landkreis zum Flughafen und zur A 92. Der erste Spatenstich war im Oktober 2016 erfolgt. Die Freisinger erhoffen sich eine Entlastung um etwa 8000 Fahrzeuge am Tag und weniger Staus. Nicht entlastet werden die Bewohner von Erlau.

© SZ/nta

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