Die drastische Erhöhung der Gebühren für die Freischankflächen in der Freisinger Innenstadt könnte abgemildert werden. Nach massiven Protesten von Gastronomen und Einzelhändlern hat der Finanzausschuss des Stadtrats einen Antrag der Aktiven City dazu aufgegriffen, wie der Marketingverein meldet. Ergebnis: Die umstrittene Gebührensatzung soll überarbeitet werden.
Hintergrund der Auseinandersetzung ist eine kurz nach dem Jahreswechsel bekannt gewordene Gebührenexplosion: Die Kosten für Freischankflächen stiegen von zehn Euro pro Quadratmeter im Jahr auf sechs Euro – im Monat. Wer von April bis Oktober draußen Gäste bewirtet, zahlt künftig mehr als das Vierfache. Auch Pflanztröge wurden teurer: Sie kosten jetzt fünf statt 2,50 Euro.
Beschlossen wurde das bereits am 27. November. Doch bei der Kommunikation lief einiges schief, die Bescheide erreichten die Wirte spät oder gar nicht. Und: „Die enorme Preissteigerung wäre für unsere Gastronomen und Einzelhändler nicht zu stemmen“, so die Active City.
Nach einem Wirte-Treffen Anfang Februar sprach der Stadtmarketingverein mit Stadtratsmitgliedern. „Viele gaben zu, dass die massiven Kostensteigerungen nicht ausreichend wahrgenommen wurden.“ In dem Antrag fordert der Verein eine Neuberechnung der Gebühren und kostenfreie Blumenkübel. Freising präsentiere sich als „Grüne Stadt“ – umso unverständlicher, dass Wirte für Begrünung zahlen müssten.
Der Antrag habe fraktionsübergreifende Unterstützung gefunden und werde in der nächsten Sitzung ausführlich diskutiert, meldet der Marketingverein. Ziel sei eine Gebührensatzung mit angemessenen Kosten noch vor Mai.

