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Freising:Wieder ein Großbrand

Landwirtschaftliche Halle in Neustift geht in Flammen auf

Zum zweiten Mal innerhalb von nur zehn Tagen musste die Freisinger Feuerwehr am Donnerstag zu einem Großbrand ausrücken. An der Altenhauser Straße in Neustift war eine etwa 50 mal 20 Meter große, landwirtschaftliche Halle in Brand geraten und der kilometerweit sichtbare Rauchpilz wies den Rettungskräften schon bei der Anfahrt den Weg. Die Scheune stand komplett in Flammen, als die rund 70 Kräfte der Feuerwehr Freising und der umliegenden Wehren den Einsatzort erreichten. Schnell war klar, dass das Gebäude nicht mehr zu retten war. Menschen oder Tiere kamen glücklicherweise nicht zu Schaden. Die große Rinderherde, die sonst in diesem Freilaufstall ist, befand sich gerade auf der Weide.

Vorsorglich waren auch mehrere Rettungskräfte wie Notarzt und Sanitäter vor Ort. Nach ersten Schätzungen, so die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, liegt der Schaden in einer Höhe von bis zu einer Million Euro, da in der Scheune neben Stroh auch Maschinen gelagert waren und auf dem Dach auch eine größere Photovoltaikanlage angebracht war. Über die Brandursache ist derzeit nichts bekannt. Brandermittler der Kripo Erding haben noch am Abend die Ermittlungen aufgenommen.

Nichts mehr zu retten: Eine landwirtschaftliche Halle an der Altenhauser Straße in Neustift ist am Donnerstag in Flammen aufgegangen.

(Foto: Marco Einfeldt)

Die Löscharbeiten dauerten fast bis Mitternacht. Wegen der exponierten Lage des Anwesens auf einem Berg in Randlage sei die Wasserversorgung schwierig gewesen, so die Pressestelle der Feuerwehr. Die in unmittelbarer Nähe befindliche Hydrantenleitung sei schnell erschöpft gewesen. Darum sei eine neue Schlauchleitung aus einem weiteren Hydrantennetz nahe der Neustifter Kirche in etwa 600 Meter Entfernung gelegt worden. Für den Druckausgleich wurde auf gut halber Strecke des Berges eine Zwischenpumpe gesetzt. Wegen der starken Rauchentwicklung durch die brennenden Strohballen mussten die Einsatzkräfte mit schwerem Atemschutz und Filtern arbeiten. Die gestapelten Ballen wurden mit einem Bagger mühsam auseinandergelegt, um auch an die vielen Glutnester im Inneren zu gelangen. Eine stundenlange und schweißtreibende Arbeit für die eingesetzten Kräfte.